Das Sterben des Herrn am Kreuz – 3/14

Die Schauungen der seligen Anna Katharina Emmerick, nach Clemens Brentano.

(…) – Würfeln um die Kleider Jesu

An der Stelle, wo die Schacher außer dem Kreis gelegen, hatten unterdessen die Kreuziger die Kleider Jesu in mehreren Haufen zusammengelegt, um sie unter sich zu verlosen. Der Mantel war oben enger als unten und hatte mehrere Falten, an der Brust war er doppelt und bildete dadurch Taschen.

Sie zerrissen ihn in langen Bahnen und teilten sie; auch den weißen langen Rock, der an der Brust offen war und dort durch Riemen geschlossen wurde, zerrissen sie in Bahnen und teilten ihn; sie teilten auch die Halsbahn, den Gürtel, das Brustskapulier und die Unterleibshülle, die alle von dem Blut des Herrn durchdrungen waren. Weil sie aber über seinen braunen gewirkten Rock uneins wurden, der ihnen durch Zerreißen unnütz geworden wäre, so nahmen sie ein Brett mit Zahlen und bohnenförmige Steine mit Zeichen, die sie bei sich hatten, und warfen mit denselben auf das Brett und verlosten den Rock. Da jedoch nun ein Bote von Leuten, die Nikodemus und Joseph von Arimathäa dazu bestellt hatten, zu ihnen heraufgelaufen kam und sagte, daß sich unten Käufer für die Kleider Jesu befänden, so rafften sie alle die Kleider zusammen, liefen hinab und verkauften sie, und so blieben diese Heiligtümer bei den Christen.

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Das Sterben des Herrn am Kreuz – 2/14

Die Schauungen der seligen Anna Katharina Emmerick, nach Clemens Brentano.

(…) – Kreuzigung der Schächer

Während der Annagelung des Herrn lagen die Schacher, noch mit den Händen an die Querhölzer über den Nacken gebunden, an der östlichen Seite des Kalvarienberges am Weg auf dem Rücken, und es stand eine Wache bei ihnen. Sie waren beide, der Ermordung einer jüdischen reisenden Frau und ihrer Kinder zwischen Jerusalem und Joppe verdächtig, auf einem Schloß jener Gegend, das Pilatus auch manchmal bei Kriegsübungen bewohnte und wo sie wie reiche Kaufleute erschienen, gefangengenommen worden. Sie hatten lange bis zum Beweis und der Verurteilung gesessen. Ich habe das Nähere vergessen.

Der sogenannte linke Schacher war älter und ein großer Bösewicht, er war der Verführer und Meister des Bekehrten. Man nennt sie gewöhnlich Dismas und Gesmas, ich habe die richtigen Namen vergessen, ich will darum den Guten Dismas, den Bösen Gesmas nennen.

Sie waren beide von jenem Räuberhaufen an der ägyptischen Grenze, in dessen Herberge die Heilige Familie mit dem Kinde Jesus auf der Flucht nach Ägypten übernachtet hatte, und Dismas war jener aussätzige Knabe, der in dem Badewasser des Jesuskindes von seiner Mutter auf Anraten Marias gewaschen worden und augenblicklich heil geworden war. Die Barmherzigkeit und der Schutz, den seine Mutter der Heiligen Familie damals gegen ihre Gefährten angedeihen ließ, war durch jene vorbildliche Reinigung belohnt worden, die jetzt bei der Kreuzigung in Erfüllung trat, da er durch das Blut Jesu gereinigt ward.

Dismas war ganz verkommen, er kannte Jesus nicht, doch war er nicht bösartig, und die Geduld des Herrn hatte ihn gerührt. Er sprach hier liegend immer mit seinem Gesellen Gesmas von Jesus. Er sagte:
«Sie gehen schrecklich mit dem Galiläer um; es muß wohl ein ärgeres Übel sein, was er mit seinem neuen Gesetz getan, als unsere Tat, aber er hat eine große Geduld und Macht über alle Menschen.»

Da erwiderte Gesmas:
«Was für eine Macht hat er denn? Ist er so mächtig, wie sie sagen, so könnte er uns allen helfen.»

So und dergleichen redeten sie, und als das Kreuz im Aufrichten war, kamen Schergen und schleppten sie heran mit den Worten, es sei nun die Reihe an ihnen, und man band sie von den Querhölzern und eilte sehr, denn die Sonne war trüb, und es war eine Bewegung in der Natur, als nahe ein Ungewitter.

Die Schergen stellten Leitern an die aufgerichteten Stämme und befestigten die gekrümmten Querhölzer halb eingelassen mit einem Pflock oben an die Stämme. Es wurden nun zwei Leiterstangen an jedes Schächerkreuz gestellt, worauf Henker standen. Unterdessen hatte man ihnen von dem Myrrhenessig zu trinken gegeben, ihnen die offenen, schlechten Wämser ausgetan und zog sie nun an den Armen mit Stricken, die über die Kreuzarme geworfen wurden, hinauf, indem sie unter Schlagen und Prügeln auf Pflöcken, die durch die Stämme in Löcher gesteckt waren, aufstiegen.

An den Querhölzern und dem Stamm waren schon Stricke, ich meine von gedrehtem Bast, angeknüpft. Ihre Arme wurden verdreht über die Querhölzer gebogen und über den Handgelenken und Ellbogen und ebenso über den Knien und Fußknöcheln von den Stricken umschlungen und durch Umdrehen eingesteckter Prügel so gewaltig angeknebelt, daß die Muskeln bluteten und die Knochen krachten. Sie stießen ein furchtbares Gebrüll aus, und der gute Schacher Dismas sagte beim Hinaufsteigen:
«Wäret ihr mit uns umgegangen wie mit dem armen Galiläer, so brauchtet ihr uns nicht mehr da hinaufzuziehen.»

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Das Sterben des Herrn am Kreuz – 1/14

Die Schauungen der seligen Anna Katharina Emmerick, nach Clemens Brentano.

Am 3. Oktober 2004 wurde die Ordensfrau und Mystikerin Anna Katharina Emmerich wegen ihrer heroischen Tugenden in das Verzeichnis der Seligen eingetragen. Sie wurde 1774 in Coesfeld im Münsterland geboren und starb 1824 in Dülmen. Die aus einer einfachen Bauernfamilie stammende Nonne trug die Stigmata. Sie erlitt jeden Freitag die Passion und sah in ihren Visionen viele Ereignisse der biblischen Geschichte.

Ihre Schauungen sind auf uns gekommen nur durch die literarische Komposition des berühmten Schriftstellers Clemens Brentano (1889-1842), der fünf Jahre (1819-1824) Zeuge ihrer besonderen Begnadung war.

Aus den Notizen am Bett der Kranken wurden 16.000 Seiten. Die Mitteilungen der Seligen hat Brentano bearbeitet und zu einem anerkannten Werk der religiösen Literatur gemacht. Aus den Notizen entstanden (mit umfangreichen Zusätzen aus anderen Werken) fünf Bände: „Die Betrachtungen der gottseligen Anna Katharina Emmerich“. Am weitesten verbreitet war der erste Band dieser Reihe: „Das bittere Leiden unseres Herrn Jesu Christi“, im 19. Jahrhundert mit größeren Auflagen als die Werke von Goethe und Schiller.

Die vatikanische Heiligsprechungskongregation erklärte 2004, die Seligsprechung betreffe lediglich die Heiligkeit der Mystikerin des Münsterlandes und gebe kein Urteil über den Wahrheitsgehalt der Bücher von Clemens Brentano ab. Dies ist so dem unaufgeregten Urteil des Katholiken überlassen.

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Aufrichtung des Kreuzes

Nach der Annagelung unseres Herrn zogen sie mit Stricken, die an Ringen hinten am Kreuz befestigt wurden, den oberen Teil des Kreuzes auf den erhöhten Standort und warfen dann diese Stricke über einen jenseits errichteten Querbalken oder Bock, und viele Schergen zogen vermittels dieser Stricke das Kreuz in die Höhe, andere steuerten mit Hakenstöcken an dem Stamm nach und richteten den Fuß in das Joch.

Dann schoben sie den Gipfel des Kreuzes etwas vorwärts, daß es in senkrechte Richtung kam und seine ganze Last mit einem erschütternden Stoß in die Grube niederfuhr. Das Kreuz erzitterte von dem Stoß, Jesus wehklagte laut, die ausgespannte Last des Leibes zog nieder, die Wunden wurden weiter, das Blut rann reichlicher, und die zerschundenen Gebeine stießen sich.

Nun rüttelten sie das Kreuz noch fest und schlugen fünf Keile umher in das Loch, einen vorn, einen zur Rechten, einen zur Linken und zwei an die hintere, etwas runde Seite des Kreuzes.

Es war ein erschreckender und zugleich rührender Eindruck, als unter Hohngeschrei der Schergen und Pharisäer und vieles entfernten Volkes, das ihn nun auch sehen konnte, das Kreuz emporschwankte und erschütternd niederstieß; aber auch fromme, wehklagende Stimmen erhoben sich zu ihm.

Die heiligsten Stimmen der Erde, die jammernde Stimme der Mutter und der Freundinnen und des Freundes und aller, die reinen Herzens waren, begrüßten das am Kreuz erhöhte, ewige, Fleisch gewordene Wort mit rührender Wehklage, und alle Hände der Liebenden streckten sich bang empor, als wollten sie helfen, da der Heiligste der Heiligen, der Bräutigam aller Seelen, lebendig an das Kreuz genagelt, in den Händen der tobenden Sünder emporschwankte.

Als aber das Kreuz mit lautem Hall aufrecht in die Sandgrube hineinsank, trat ein kurzes Schweigen ein; alles schien von einem neuen, nie dagewesenen Gefühl überrascht. Selbst die Hölle fühlte den Stoß des sinkenden Kreuzes mit Schrecken und bäumte sich nochmals in ihren Werkzeugen mit Hohn und Fluch gegen dasselbe; bei den Armen Seelen aber und in der Vorhölle war eine bang harrende Freude. Sie horchten auf jenen Stoß mit sehnsüchtiger Hoffnung, er tönte ihnen wie das Pochen des nahenden Siegers an den Toren der Erlösung.

Das heilige Kreuz stand zum ersten Mal inmitten der Erde aufgerichtet wie ein anderer Baum des Lebens im Paradies, und aus den erweiterten Wunden Jesu tropften vier heilige Ströme auf die Erde nieder, ihren Fluch zu sühnen und sie ihm, dem neuen Adam, zu einem Paradies zu befruchten.

Als unser Heiland an dem Kreuz aufgerichtet stand und das Hohngeschrei auf wenige Minuten durch ein schweigendes Staunen unterbrochen war, schallte der Ton vieler Trompeten und Posaunen vom Tempel herüber und kündete das begonnene Schlachten des Osterlammes, des Vorbildes, an, indem er das Hohn- und Wehgeschrei um das wahre geschlachtete Lamm Gottes mit ahnungsreicher Feierlichkeit unterbrach; und es ward manches harte Herz erschüttert und gedachte der Worte des Täufers:
«Siehe das Lamm Gottes, welches die Sünden der Welt auf sich genommen hat.»

Der Standort des Kreuzes war etwas über zwei Schuh hoch. Als der Kreuzfuß an der Grube stand, waren die Füße Jesu mannshoch, und als es hineingesunken fest stand, konnten die Freunde die Füße umarmen und küssen. Es war ein schräger Aufweg zu diesem Hügel. Das Angesicht Jesu sah nach Nordwesten.

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Trappistinnen in Maria Frieden vor dem Ende

„Die Trappistinnen der Abtei Maria Frieden werden voraussichtlich 2021 ihr vertrautes Kloster in Dahlem/Eifel verlassen.“ Das habe die Gemeinschaft im Einvernehmen mit ihren Ordensoberen beschlossen. Das Kloster Dahlem sei für die Gemeinschaft zu groß und zu teuer geworden ….
Die Gemeinschaft habe entschieden, ihr Klosterleben künftig an einem neuen Ort fortzusetzen. Bis zum Ende des Jahres 2020 wollen die Schwestern nun „sehr gründlich schauen“, wo ihre Zukunft liegt.

Quelle: Wochenspiegel

Die Abtei „Maria Frieden“ wurde 1953 von der Abtei „Unserer lieben Frau“ von Koningsoord bei Tilburg/NL mit Unterstützung der Abtei „Maria Wald“ gegründet.

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Heiliger Johannes von Capistran – 23. Oktober

Johann, zu Capistrano im südlichen Neapel 1386 geboren, war der Sohn eines deutschen Edelmannes und genoß eine sehr sorgfältige, seinen ungewöhnlichen Geistesgaben angemessene Erziehung. Auf der Hochschule zu Perugia studierte er die kirchliche und bürgerliche Rechtswissenschaft und erwarb sich sich mit Auszeichnung die Doktorwürde. Ladislaus, König von Neapel, wandte dem jungen Advokaten seine besondere Gunst zu und ernannte ihn zum Richter in Perugia, welche Stadt er dem Papst weggenommen hatte. Johann erregte Aufsehen durch seine weise Klugheit und strenge Gerechtigkeitsliebe, die jedoch der Güte und Milde nicht entbehrte. Einer der vornehmsten reichsten Bürger der Stadt verlobte ihm seine einzige Tochter, aber die Hochzeit kam durch göttliche Fügung nicht zu Stande. Denn zu eben jener Zeit empörte sich Perugia gegen Ladislaus, um wieder unter dem Krummstab des Papstes zu wohnen. Johann, als treuer Diener des Königs, wollte mit den Feinden vermitteln, wurde aber von der Gegenpartei gefangen und in einen festen Turm geworfen, wo er mehrere Monate in Finsternis und Elend schmachtete. Seine Hoffnung, Ladislaus werde ihn befreien, war vergeblich. Da gab ihm die Verzweiflung Kraft, auszubrechen; allein weil er sich der Fußkette nicht zu entledigen vermochte, wurde er wieder eingefangen und grausam behandelt. Im Dunkel des Kerkers, im Lichte der Gnade sah er klar, daß es besser sei, auf Gott zu vertrauen als auf die Fürsten, daß die irdischen Hoffnungen, die zeitlichen Güter und die Gunst der Menschen nur eitles Schäumen und Träumen, daß er zum Dienst des ewigen Königs berufen sei. Solche Gedanken und eifriges Gebet zum Allmächtigen reiften in ihm den Entschluss, in den Orden des seraphischen Franziskus zu treten.

Um den Preis von 160 000 Franken erkaufte sich Johann die Freiheit, verteilte den letzten Rest seines Vermögens unter die Armen und bat – dreißig Jahre alt – um das Ordenskleid im Kloster bei Perugia; aber erst nach strengen Proben seiner Demut, erlangte er Aufnahme. Mit erstaunlicher Opferwilligkeit widmete er sich dem klösterlichen Beruf, eilte im Fasten und Wachen, im Gebets- und Bußeifer den Meisten voran, machte unter seinem Lehrer, dem hl. Bernhardinus (s. 20. Mai), in der Theologie wunderbare Fortschritte und empfing 1420 die Priesterweihe.

Die Obern übertrugen ihm das Amt eines Buß- und Fastenpredigers, das er fast vierzig Jahre lang in den meisten Ländern Europa`s bei Gläubigen, Irr- und Ungläubigen mit unbeschreiblichem Segen, aber auch mit unsäglicher Selbstaufopferung verwaltete. Von Capistrano bis Trient in Tirol werden wenige italienische Städte sein, in deren seine gewaltige Stimme nicht erscholl. Wo er – klein von Gestalt, bleich von Angesicht, abgezehrt wie ein dem Grabe Entstiegener – auf der Kanzel den Volksmassen sich zeigte und seine Stimme erscholl, da blieb kein Auge trocken, kein Herz ungerührt. Seine Predigten bewirkten nicht bloß, daß die Leute bußfertig sich mit Gott und den Mitmenschen aussöhnten und ihr Leben gründlich besserten, sondern daß sie auch an vielen Orten Spitäler, Armenhäuser, Klöster und andere wohltätige Stiftungen mit rührender Freigebigkeit errichteten. Der Zudrang des Volkes war so groß, daß selten ein Dom die Menge zu fassen vermochte und ihre Zahl bisweilen auf 80000 – 100000 stieg. Des außerordentlichen Ansehens und der gotterleuchteten Weisheit dieses Bettelmönches bedienten sich die Päpste Martin V. und Eugen VI., um durch ihn das damalige Sektenwesen der Fraticelli (Fraticellen) auszurotten, wichtige Geschäfte an den Höfen von Frankreich, Burgund, Savoyen und in verschiedenen Staaten Italiens zu erledigen. Gleichzeitig förderte er in seinem Orden die gelehrten Studien, die genaue Beobachtung der heiligen Regel und erzielte durch sein sechsjähriges unverdrossenes Arbeiten die Heiligsprechung seines teuren Lehrers Bernhardinus.

In Folge der Überanstrengung und der verpesteten Luft erkrankte Johann und wurde nach Illok in bessere Verpflegung gebracht. Ungarns König Ladislaus kam von Wien an sein Krankenbett, um das teure Leben noch länger zu erhalten; aber der König des Himmels holte ihn ab in die ewige Ruhe am 23. Oktober 1456. Die Trauer war allgemein: alle Städte Deutschlands und Italiens, wo er gepredigt, hielten ihm Totenämter, Ungarn ehrte ihn als einen Heiligen und wallfahrtete zu seinem Grabe, wo zahlreiche Wunder geschahen. Papst Leo X. gestattete sofort seine Verehrung zu Capistrano, Alexander VIII. kanonisierte ihn 1690, jedoch erst Benedikt XIII. veröffentlichte 1724 die Bulle seiner Heiligsprechung. –

(aus: Otto Bitschnau OSB, Das Leben der Heiligen Gottes, 1881; 787-790)

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Gedenke, Herr und erbarme Dich!

„Gedenke, Herr, deines Bundes,
und sage zu dem Engel, der das Verderben bringt:
Deine Hand höre auf, damit die Erde nicht verödet wird.
Und damit du nicht jede legende Seele vernichtest.“
(vgl. 2 Sam 24, 16).

(aus d. Introitus d. Votivmesse:
Missa pro vitanda mortalitate vel tempore pestilentiae):

Recordáre, Dómine, testaménti tui,
et dic Ángelo percutiénti:
Cesset iam manus tua,
et non desolétur terra,
et ne perdas omnem ánimam vivéntem.
(T.P. Allelúia, allelúia.)
Ps. 79:2.
Qui regis Israël, intende:
qui deducis, velut ovem, Ioseph.
℣. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto.
Sicut erat in princípio, et nunc, et semper,
et in sǽcula sæculórum. Amen.
Recordáre …

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Gütiger Gott

„Ein Blitz schlug in den Petersdom ein, nachdem Benedikt XVI. seinen Rücktritt bekannt gab, Notre Dame de Paris brannte lichterloh und liegt noch immer in Trümmern, ein Kran stürzte in den Frankfurter Dom, als die Versammlung zum Synodalen Weg abgehalten wurde, der Markus-Dom in Venedig war vor nicht allzu langer Zeit Schauplatz mehrerer zerstörerischer Überflutungen und gestern fiel als Folge eines Erdbebens in der kroatischen Hauptstadt Zagreb eine der Turmspitzen der Kathedrale zu Boden. Zu allem Überfluss erlebt die Welt gerade eine Epidemie nie gekannten Ausmasses.

Wieviele Zeichen sind noch notwendig, damit wir als Menschen endlich erkennen, dass so zu leben, als ob es Gott nicht gäbe (etsi deus non daretur), einem Selbstbetrug gleicht, der unserem Schöpfer nicht gefallen kann?“

Lies weiter:
CNAdeutschGott sendet Zeichen zur Umkehr, doch wo bleibt unsere Antwort?

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