Bräute Christi

In der vollbesetzten Klosterkapelle der „Dienerinnen des Unbefleckten Herzens Mariens“ legte am 8. Dezember, dem „Fest der Unbefleckten Empfängnis“, Clare Trimble als Schwester „Sister Gabriel Marie“ ihre erste Profess ab. Als eine schöne junge Braut, die sich ihrem Bräutigam schenken möchte, wurde sie von ihrem Vater zum Altar geführt. Dort tauschte sie das Brautkleid und den Schleier gegen die „Kleider des Heils“, ganz nach den Gebräuchen der „Dienerinnen des Unbefleckten Herzens Mariens“.

Während der gleichen Festmesse legte „Sister Mary Imelda“ am Fuß des Altars endgültigen Gelübde als „Dienerin des Unbefleckten Herzens Mariens“ ab. Sie erhielt den schearzen Schleier und darauf eine Krone aus weißen Rosen, die symbolisch für eine Braut Christi stehen und die nun für immer ihrem Bräutigam Jesus folgt.

Die Aufgabe der „Dienerinnen des Unbefleckten Herzens Mariens“ ist es, Seelen durch Maria zu Jesus zu bringen. Dabei handelt es sich um einen „aktiven Orden“, der ein traditionelles religiöses Leben der katholischen Kirche pflegt. Sie leben, vermitteln und fördern die traditionellen Lehren der Kirche samt der lateinischen Liturgie. Sie verkünden und verbreiten den wahren Glauben in den USA durch die Arbeit an Kindern und Jugendlichen.

Sisters, Slaves of the Immaculate Heart of Mary

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Karmelitinnen – „Carmel Jesus, Mary and Joseph“

Wie man HIER lesen kann, ist am 30. November 2017 die noch nicht 24-jährige Jade Banks in ein Kloster der Unbeschuhten Karmelitinnen (OCD) eingetreten. Doch der Karmel von „Jesus, Maria und Josef“ ist nicht irgendein Karmel. Die Nonnen dieses Klosters folgen gänzlich der Tradition der Kirche und ihrer Liturgie. So wundert es kaum, dass dieses Kloster viele Neueintritte zu verzeichnen hat. Das Kloster ist übervoll besetzt mit 35 Karmelitinnen.

Carmel of Jesus, Mary and Joseph – Voller Chor

Ein Zeugnis können Sie HIER SEHEN und HÖREN.

Carmel of Jesus, Mary and Joseph – Viele weiße Schleier.

Msg. Ronald Gainer, Bischof von Harrisburg in Pennsylvania, ist dankbar für die Präsenz der Karmelitinnen in seiner Diözese und bezeichnet das Kloster der Nonnen als „ein wahres Kraftpaket des Gebets“. Er danke Gott für ihre Anwesenheit und für ihr Zeichen von „Neuheit und Wachstum“ dieser Karmelitinnenkommunität. Es leben hier über dreißig Karmelitinnen, obgleich das Kloster nur etwa 21 Nonnen beherbergen kann. Das Entstehen eines neuen Klosters wird vorbereitet.

Carmel of Jesus, Mary and Joseph
430 Monastery Rd.
Elysburg, PA 17824
http://fairfieldcarmelites.org/

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Abschied ohne Wehr

Wie hab ich das gefühlt was Abschied heißt.
Wie weiß ichs noch: ein dunkles unverwundnes
grausames Etwas, das ein Schönverbundnes
noch einmal zeigt und hinhält und zerreißt.

Wie war ich ohne Wehr, dem zuzuschauen,
das, da es mich, mich rufend, gehen ließ,
zurückblieb, so als wärens alle Frauen
und dennoch klein und weiß und nichts als dies:

Ein Winken, schon nicht mehr auf mich bezogen,
ein leise Weiterwinkendes – , schon kaum
erklärbar mehr: vielleicht ein Pflaumenbaum,
von dem ein Kuckuck hastig abgeflogen.

Rainer Maria Rilke
Aus: Neue Gedichte (1907)

oder melodramatisch: Time to say goodbye
 … Adesso si li vivrò …
It’s time to say goodbye

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Das Sakrament der Taufe – Die erste Mission

„Dass die heilige Taufe als das Tor zur christlichen Religion und zum ewigen Leben unter den anderen Sakramenten des Neuen Bundes, die von Christus eingesetzt sind, die erste Stelle einnimmt und allen Menschen der Wirklichkeit oder doch dem Verlangen nach notwendig ist zum Heile, das bezeugt die Ewige Wahrheit selbst mit den Worten: ,Wenn jemand nicht wiedergeboren ist aus dem Wasser und dem Heiligen Geiste, kann er nicht eingehen in das Reich Gottes‘ (Joh 3,5). Um sie also rechtzeitig und richtig zu spenden und zu empfangen, gilt es, die höchste Umsicht anzuwenden.“ (Aus dem römischen Rituale)

„Ordentlicher Spender der Taufe ist der Bischof, der Priester und der Diakon.“ (CIC can 861 §1)

Fähig zum Empfang der Taufe ist jeder und nur der Mensch, der noch nicht getauft ist.“ (CIC can 864)

„Die Eltern sind verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder innerhalb der ersten Wochen getauft werden; möglichst bald nach der Geburt, ja sogar schon vorher, haben sie sich an den Pfarrer zu wenden, um für ihr Kind das Sakrament zu erbitten und um entsprechend darauf vorbereitet zu werden. Wenn sich ein Kind in Todesgefahr befindet, ist es unverzüglich zu taufen.“ (Can 867 CIC)

„Damit ein Kind erlaubt getauft wird… muss die begründete Hoffnung bestehen, dass das Kind in der katholischen Religion erzogen wird; wenn diese Hoffnung völlig fehlt, ist die Taufe gemäß den Vorschriften des Partikularrechts aufzuschieben; dabei sind die Eltern auf den Grund hinzuweisen.“ (CIC can 868 §1)

„Einem Täufling ist, soweit dies geschehen kann, ein Pate zu geben; dessen Aufgabe ist es … mitzuhelfen, dass der Getaufte ein der Taufe entsprechendes christliches Leben führt und die damit verbundenen Pflichten getreu erfüllt.“ (CIC can 872)

„Damit jemand zur Übernahme des Patendienstes zugelassen wird, ist erforderlich;
1. er muss … von den Eltern des Täuflings oder dem, der deren Stelle vertritt, oder, wenn diese fehlen, vom Pfarrer oder von dem Spender der Taufe dazu bestimmt sein; er muss zudem geeignet und bereit sein, diesen Dienst zu leisten;
2. er muss das sechzehnte Lebensjahr vollendet haben, außer vom Diözesanbischof ist eine andere Altersgrenze festgesetzt oder dem Pfarrer oder dem Spender der Taufe scheint ausgerechtem Grund eine Ausnahme zulässig;
3. er muss katholisch und gefirmt sein sowie das heiligste Sakrament der Eucharistie bereits empfangen haben; auch muss er ein Lehen führen, das dem Glauben und dem zu übernehmenden Dienst entspricht.“ (Can 874 §1 CIC)

+ Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, gnädiger Vater,
Du hast heute diesen Deinen Diener (diese Deine Dienerin)
an Kindesstatt angenommen;
so gib auch, wir bitten Dich,
dass er (sie), gefirmt mit dem Heiligen Geiste
und genährt durch die himmlische Speise,
zum Vollalter Christi heranwachse.
Seinen Namenspatron (Ihre Namenspatronin) aber,
den heiligen (die heilige) N., lass ihm (ihr) dabei ein Vorbild sein.
Ihm (Ihr) nachfolgend, möge er (sie) einst
ins ewige Vaterhaus gelangen.
Durch Christus, unsern Herrn.
Amen.

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Franz Xaver tauft ein Heidenkind

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Der Sünder und der Heilige Geist

Die Sünde, die vom Menschen gesehen, aber nicht begangen wird, die er erkannt und bedauert hat – diese Art von Sünde zieht Ihn an!

Je mehr der Mensch seine Sünde betrachtet und je mehr er darüber lamentiert, desto angenehmer und zugänglicher ist er für den Heiligen Geist, der sich wie ein Arzt nur jenen naht, die sich krank wissen. Andererseits wendet Er sich von jenen ab, die eingebildet sind und sich wichtig nehmen.

Schau auf deine Sünde und mache sie ausfindig. Wende deine Augen nicht von ihr ab. Verleugne dich selbst, schätze deine Seele nicht zu hoch ein. Gib dich ganz der Betrachtung deiner Sünde hin und weine über sie. Dann wirst du dir zu gegebener Zeit deiner Erneuerung durch das unbegreifliche und unerklärliche Wirken des Heiligen Geistes bewusst werden. Er wird zu dir kommen, wenn du ihn nicht erwartest. Er wird in dir wirken, wenn du dich für Ihn als ganz unwürdig erkannt hast.

Theophan der Rekluse

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Du zweifelst noch?

Du blickst auf mich und einen solchen Sünder vor deinen Augen fragst du dich unwillkürlich – ist es möglich, dass der Heilige Geist in diesem Sünder wirkt, in dem die Leidenschaften so offensichtlich und stark sind?
Eine berechtigte Frage!
Und sie macht mich verlegen und erschrocken. Ich werde fortgerissen, ich sündige; ich begehe Ehebruch, ich verrate meinen Gott, ich verkaufe ihn für den abscheulichen Preis der Sünde.

Und trotz meines ständigen Verrats, meines treulosen und verräterischen Verhaltens bleibt Er unveränderlich. Immer gnädig, wartet Er langmütig auf meine Reue und zieht mich mit jedem erdenklichen Mittel zur Reue und Änderung meines Lebens. Du hast gehört, was der Sohn Gottes im Evangelium sagt? „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten“. (Mk 2,17) So sprach der Heiland und so handelte Er. Jesus aß mit Zöllnern und Sündern, bekehrte ihre Herzen zu Glauben und Tugend und führte sie so in geistliche Gemeinschaft mit Abraham und anderen rechtschaffenen Menschen.

Erstaunt dich die unendliche Güte des Gottessohnes?
Sei gewiss, dass der All-Heilige-Geist genauso gütig und genauso bemüht ist um die Erlösung der Menschheit; Er ist genauso sanftmütig, mild, langmütig und ganz und gar barmherzig. Der Heilige Geist ist eine der drei gleichen Personen der Heiligen Trinität die unvermischt und ungeteilt, das einzigartige Göttliche Wesen drei Personen in einer Natur bilden.

Theophan der Rekluse

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