Nicht entkleidet und nackt – aber bedeckt

Jelena Knorr macht sich Gedanken über ein Thema, welches zumindest in den westlichen Ländern gar kein Thema ist. Sogar in der katholischen Kirche wird es höchst selten einmal angesprochen: – die Entblößtheit der Frau.

In der Zeitschrift „Schweizerisches Katholisches Sonntagsblatt“ konnte Frau Knorr ihren Aufsatz mit dem Titel „Eine Christin mit Kopftuch und das Recht, auf das ANGEZOGEN sein“ veröffentlichen. Sind denn die deutschen Frauen nackt? Laufen sie ohne Kleider umher? Gerade in diesen Tagen des endenden Juni, für die die Wetterprognosen hohe Temperaturen erwarten lassen, mögen so manche Frauen stöhnen und verwundert ausrufen: Was will die denn, wir sind froh, uns heutzutage knapp bekleiden zu können“.

Frau Knorr ruft zu einer Bewusstseinsveränderung auf und sagt: „Ich möchte den Frauen, insbesondere auch christlichen Frauen, wieder das Recht geben, ANGEZOGEN ZU SEIN

Mit Erlaubnis der Autorin darf ich ihren Artikel an dieser Stelle noch einmal veröffentlichen. Dafür danke ich Jelena Knorr sehr herzlich!

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Bedeckte Christinnen – Covered Christians. So lautet mein Wunsch.

„Sie sind bestimmt Künstlerin?“, „Haben Sie einen moslemischen Ehemann?“ oder „Sie arbeiten bestimmt beim Fernsehen?“

So oder so ähnlich hört es sich an, wenn ich entspannt irgendwo durch die Gegend schlendere und von freundlichen und interessierten jungen Frauen wie auch Damen angesprochen werde. Mir ist dabei immer bewusst, dass diese Frage sich insbesondere, nicht nur auf meine Kopfbedeckung bezieht, sondern auch auf die Silhouette, die ab und zu leicht abzeichnende, aber ansonsten strenge Art sich zu kleiden.

„Nein…“, antworte ich immer lächelnd und mit der Vorfreude auf erstaunte Gesichter, der mir meist bekannten Art zu reagieren, meiner Gesprächspartner. „Ich bin Politologin, Juristin und Philosophin“. Die Gesichter um mich erstarren. „Also eine ganz langweilige Akademikerin“, entgegne ich mit leichter Ironie in meiner Stimme um das Gespräch wieder aufzulockern. „Aber, ….aber ?“ – „ Ich bin gläubige Christin, ich nehme meine Religion ernst und möchte dem Willen meines Herrn gerecht werden.“

Lange Pausen, die Menschen suchen nach Worten, Erstaunen, Interesse aber auch Scham spiegeln sich in Ihren Augen und auf Ihren Gesichtern wieder. Ich muss dabei nichts mehr erklären, ich muss auch nicht die Stellen aus der Bibel zitieren, die denke ich jeder anständige Christ selbst kennt und seiner Pflicht als Frau freiwillig nachkommen möchte, besonders als verheiratete Frau.

Was ist das? Bedeckte Christin?

Es ist die Frage nach fast 36-jähriger Suche, nicht nach Gott, Er war immer da, aber dem Vergleich zwischen den drei großen Weltreligionen.

Auf meinen Reisen durch den Orient und langen Aufenthalten im Kaukasus, Beobachtungen aus meiner Kindheit in der Sowjetunion und der BRD meiner Kindheit unter Kanzler Kohl, traditionell gekleidete Ukrainerinnen mit ihren langen Röcken, wunderschön bestickten Westen und Blusen Wyschywankas, Russinnen mit den weltberühmten reich an Blumen verzierten Wolltüchern, der weltbekannten Pavlovo Pasad Manufaktur, die seit Jahrhunderten Tradition, Pflicht und Zeichen christlicher Slawinnen waren. Reich bestickte/bedruckte aus hauchdünner Seide, Kopftücher der Kaukasischen Frauen und geheimnisvoll anmutenden Verschleierung der Orientalischen Frauen im Nahen Osten.

Aber auch die wunderschönen Kopfbedeckungen der Schwarzwälderinnen mit dem berühmten roten Bommel in prachtvollen Trachten, prägten meine Kindheit und die eine, immer während quellende Frage. Warum muss ich mein Kopftuch nach der Messe ausziehen? Warum, ist die Frau aus dem Westen oder auch noch allgemeiner, warum ist die christliche Frau eine ENTKLEIDETE Frau? Warum hat die moslemische Frau das Recht sich zu bekleiden? Warum regiert die westliche Zivilisation verstörend auf eine Christin in Europa, die sich auf ein Jahrtausende alte von Gott gegebene Rechte und Pflichten wieder besinnen möchte? Das Recht auf das ANGEZOGEN SEIN!

In der westlich christlichen Welt, interessiert es keinen mehr, wenn eine Frau nicht nur halbnackt sondern durchaus auch nackt durch die Innenstadt laufen würde, niemand würde sich darüber echauffieren. StGB § 183a, Erregung öffentlichen Ärgernisses? Ich bitte Sie. Die Polizei hätte wahrscheinlich nach eigener Aussage, Wichtigeres zu tun.

Wie erstaunlich es doch ist, wenn junge Frauen in Russland und auch in Deutschland / Europa, USA, lange Röcke tragen möchte, kein Dekolleté zeigen wollen, und ihre Köpfe freiwillig bedecken möchten. Hören Sie genau hin, FREIWILLIG. Auch mit Hüten, Kopfschmuck und nicht nur dem klassischen Kopftuch.

Auf den Körper reduziert

Ich werde nie vergessen, als auf eine Einladung eines bereits ältere Bekannten ( hier ist Ende 50 gemeint ) nach einem freundschaftlich, wie immer, gehaltenem Abendessen im Restaurant, mir forsch entgegen geschleudert wurde: „ Du hättest aber auch was Nettes anziehen können, so etwas, was mehr offen ist!“ Es fühlte sich an, als ob einer mir die Ehre genommen hätte, mein Gesicht brannte, ich fühlte mich entwürdigt, mir wurde gerade verbal ins Gesicht gespuckt. Ich wurde in einem Schlag nur auf DEN KÖRPER reduziert, sexualisiert eben. Der Mann ist für mich wie ein Vater, allein sein Alter, sollte solche Sprüche unmöglich machen, von der Tatsache abgesehen, dass es unheimlich entwürdigend ist als eine Christin sich so etwas anhören zu müssen.

Mein Outfit bestand aus einem schwarzem, langärmeligem T-Shirt und einem schwarzen Bleistiftrock, unter den Knien endend natürlich. Das war wohl für ein freundschaftliches Abendessen nicht offen genug. Eines stand fest: Das wäre mir in Russland oder im Orient nie passiert. Europa ist endgültig verloren, dachte ich mir beim Verlassen des Lokals. Schamgefühl und das Recht auf BEDECKT SEIN, muss man sich als Christin wieder erkämpfen. Ich spürte einen kalten Wind um mein Gesicht wehen, meine roten Haare streiften mir durchs Gesicht und mir war klar, die christliche Frau, ist eine entehrte Frau, in Europa.

Mit neugierigem Blick, betrachtete ich das an mir vorbeigehende muslimische Mädchen im Hidjab, für mich ein gewöhnlicher Anblick aus Russland. Wie erhaben und ehrbar sie mir doch vorkam. Ich möchte mich ebenso, vor dieser die Frau, entwertenden Moderne verdecken. Sogar verstecken. Ich möchte das Recht auf Scham und Keuschheit den Frauen zurückgeben.

Ich möchte den Frauen, insbesondere auch christlichen Frauen, wieder das Recht geben, ANGEZOGEN ZU SEIN:

Ich entschloss mich dazu, dem Wort des heiligen Buches zu folgen und mein Haupt als Zeichen meiner Demut vor Gott und dem Mann zu bedecken, für die Engel und für meinen Herren. Der nächste Schritt lag nahe, ich bräuchte dazu den Segen meines Beichtvaters.

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Jelena Knorr

Original- und Erstveröffentlichung: https://www.sonntagsblatt.ch/

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Dr. Regina Willi + / Die österliche Freude

Es gibt eine Zeit für die Freude, sagt Salomo, und eine Zeit für die Traurigkeit. Die Traurigkeit ist vorbei, die Zeit der Freude ist gekommen – die wahre Freude, die in der Auferstehung Christi gründet. Er ist wahrhaft erstanden und hat die Seele seiner Mutter wiederaufgerichtet. Sie lag wie in einer engen Grube des Kummers begraben, während der Herr im Grabe lag. Als er aber auferstanden war, kam ihre Seele zum Leben zurück und wie aus einem Tiefschlaf erwachend, ahnt sie im morgendlichen Licht die Sonne der Gerechtigkeit und die Strahlen des Auferstandenen, sie schaute den Aufgang der sich erhebenden Morgenröte und die zukünftige Auferstehung des Fleisches, die sich zuerst in ihrem Sohn realisiert hat. Sie weidete ihre Augen an dem leuchtenden Leib des Auferstandenen und ihr Geist erkannte die Herrlichkeit der Gottheit: Innerlich und äußerlich, hinaustretend und eintretend, erfreute sie sich so der Weiden der wahren und ewigen Glückseligkeit. Außer sich vor Glück und sich in ihrer Freude selbst vergessend hing sie mit weitem Herzen dem Vater der Geistwesen an und, fest in Gott verankert, wurde sie ganz zu demjenigen hinübergetragen, dessen unendliche Liebe sie ganz erfüllte.

Amédée von Lausanne (1110‒1159)
aus: Huit homélies mariales, Paris 1960, 161.
Übers. von Regina Willi, Ostern 2019.

Regina Willi wird heute, am 18. Juni beerdigt.

Beten Sie für die Seele von Regina Willi!

Agnes Regina Willi 16.10.1968 – 8.6.2019

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Hören Sie die Vorträge von Regina Willi über das Lebenszeugnis der hl. Elisabeth von der Dreifaltigkeit, in 5 Teilen.

I. – https://www.youtube.com/watch?v=9eDlwBDM0IA&t=2190s

II. – https://www.youtube.com/watch?v=Fp1VJeuPkJY

III. – https://www.youtube.com/watch?v=4pWDMRA49aM

IV. – https://www.youtube.com/watch?v=gGUuLtcRiFM

V. – https://www.youtube.com/watch?v=mM9bdF13LMY

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Die Nachfolge – Deine Vorbilder

Als Katholiken stehen wir in der Nachfolge Christi. Dabei gilt, je konkreter das Vorbild uns vor Augen steht, desto anspornender wirkt es auf unser Gemüt. Je strahlender und lebendiger das Ideal uns voranleuchtet, desto konsequenter folgen wir ihm nach. Dabei werden wir ständig mit einer Grunderfahrung unseres sittlich-religiösen Lebens konfrontiert, daß wir nämlich das christliche Ideal niemals ohne Selbstüberwindung und Opfer erreichen können.

Unser göttlicher Lehrmeister hat es so eindringlich gesagt:
Tretet ein durch die enge Pforte!
Denn weit ist die Pforte und breit ist der Weg,
der ins Verderben führt,
und viele gehen auf ihm.
Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, d
er zum Leben führt,
und nur wenige finden ihn“ (Math. 7,13 f).

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Mutter erkennt geistliche Berufung des Sohnes

Wie Mama Margareta, Don Boscos Mutter, dessen Berufung zum Priester erkannte:

Als Johannes neun Jahre alt war, hatte er einen Traum. Er sah wilde Tiere, die durch zwei Personen in Lämmer verwandelt wurden. Als sie von diesem Traum erfuhr, schlug Margareta vor, dass Johannes zum Priester berufen sei, und nicht zum Bauern. Bei seiner Erstkommunion sagte Johannes seiner Mutter, dass er Priester sein wollte und jungen Menschen dienen.

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Nonnen leben nicht in einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung

Auf die Frage, wie sie als Äbtissin prüfe, ob eine Bewerberinnen für ein klösterliches Leben geeignet sei, antwortet die Oberin des Klarissenklosters in Münster, Sr. Ancilla:

Ich merke schnell, ob eine Frau für ein Leben im Kloster geschaffen ist oder nicht. Ich finde aber, dass jede Ordensfrau, die ins Kloster will, auch die Fähigkeit haben sollte, eine gute Mutter und Ehefrau zu sein. Ich bin schließlich nicht Nonne geworden, weil bei mir etwas amputiert wurde. Es gibt aber Frauen, die das Kloster mit einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung verwechseln. Es gibt sogar Ärzte, die psychisch labilen Frauen raten, so eine abgeschlossene Klosterwelt aufzusuchen. Wir sind aber keine therapeutische Gemeinschaft! Bei der Aufnahme zum Postulat wird der Gesundheitszustand einer Bewerberin sehr genau geprüft. Wir schauen auch, ob sie eine dem Alter angemessene Reife hat und sie auch charakterlich für ein klösterliches Leben geeignet ist. Außerdem sollte sie gemeinschaftsfähig sein und fest verankert in ihrem Glauben. Nur so kann ihr Wunsch nach einem klösterlichen Leben aufrichtig sein.

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