Das Kreuz zum Himmel

Das Kreuz,
das wahre Kreuz ist jenes,
das sich, – ganz auf uns zugeschnitten -,
eines Tages an einer Wegkreuzung erhebt.

Ein Kreuz, das wir nie selbst gewählt hätten,
das uns an unserem empfindlichsten Punkt trifft,
vor dem unser ganzes Wesen zurückschreckt.
Ein Misserfolg,
eine körperliche oder psychische Krankheit,
der Verlust eines geliebten Menschen …

Für uns ist dies die Stunde der Wahrheit.

Dieses Kreuz,
das uns den Weg zu versperren scheint,
wird sich als der Weg erweisen,
der uns zum Himmel führt.

Äbtissin Placide OSB, Le Barroux

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Versuchungen gegen den Glauben

Einige Versuchungen gegen den Glauben zeigen sich in einer allgemeinen Unruhe und Unsicherheit, der Glaube oder einzelne Glaubenssätze könnten am Ende doch falsch sein. Während man sich über eine Glaubensschwierigkeit aussprechen und mit ihr auseinandersetzen kann, ist das hier nicht der Fall. Wenn man versucht, eine Frage herauszugreifen, denkt man sofort an eine andere.

Als Versuchung sind solche Erscheinungen ohne Sünde. Wir müssen sie überwinden wie alle anderen Versuchungen, indem wir sie ablehnen und unsere Aufmerksamkeit auf andere Dinge richten.

Die Versuchung gegen den Glauben kann zu einer Zwangsvorstellung werden. Sie tritt dann besonders heftig und schmerzlich bei religiösen Übungen, beim Gebet und beim Empfang der heiligen Sakramente auf. Diese Erscheinung ist weder gut noch böse, sondern krankhaft. Es hat sich irgendetwas in der Seele festgeklemmt und will beachtet werden. Kümmere dich nicht darum. Vertraue dich deinem Beichtvater an und lass dich von ihm leiten.

(Jugend vor Gott – Gedanken und Gebete – P. Alfonso Pereira SJ – Verlag Butzon & Bercker)

Quelle

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Sende uns Priester, o Herr!

In diesen Tagen werden weltweit die meisten Priester geweiht. Es liegt an uns Gläubigen, um gute und heiligmäßige Priester zu beten!

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1. Sende uns Priester, o Herr, die Dein Wollen erfüllen,
mit Deinem Worte den Hunger der Menschen zu stillen.
Du kennst die Not! Schenke uns Priester, o Gott,
nach Deinem heiligen Willen!

2. Sende uns Priester, Dein Heil zu den Menschen zu tragen,
ihnen in Vollmacht Dein Wort der Vergebung zu sagen.
Du kennst die Not! Schenke uns Priester, o Gott,
solches in Demut zu wagen!

3. Sende uns Priester vor Dir am Altare zu stehen,
um das Geheimnis des Glaubens getreu zu begehen,
Du kennst die Not! Schenke uns Priester, o Gott,
für dieses heil’ge Geschehen!

4. Sende uns Priester, das Lob Deines Namens zu singen.
Den Leib des Herren den Alten und Kranken zu bringen.
In letzter Not, steh‘ ihnen bei, guter Gott,
schenk ihrem Dienste Gelingen!

5. Sende uns Priester, Dein Volk, Herr, als Hirten zu führen.
Laß sie, o gütiger Herr, Deine Liebe verspüren.
Gnädiger Gott, hilf auch den Priestern in Not,
die ohne Dich sich verlieren!

Textquelle unbekannt.
Zu singen nach der Melodie von
Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren

Primiz – Priesterbrüder, Petrusbruderschaft

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10 Tipps für mehr Freiheit

Eine junge Frau, sie ist Fremdsprachenkorrespundentin, liebt, wie viele, besonderss junge Menschen, die Freiheit.

Theresa möchte frei sein – für Gott. Dafür übersetzt sie am liebsten Sein Wort; und gerne lernt sie Gottes Grammatik. In ihrem Blog „God’s Grammar“ gibt Theresa 10 Tipps für mehr Freiheit, – für jene Freiheit, die wirklich frei macht. Sie hat erkannt, dass es die Sünde ist, die den Menschen unfrei macht und gefangen hält. Aus diese scheinbaren Hilflosigkeit, dieser Gefangenschaft in Sünde, muss sich der Mensch befreien. Tatsächlich gibt es einen Ausweg aus der eigenen Schwachheit mit ihren immer wieder gleichen Fehlern.

Der Weg in die Freiheit ist der Ausweg aus der Sünde.

Hier sind Theresas 10 Tipps

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So, wie man ist.

Auch wenn es manchmal für die Außenwelt so scheint, als würde jeder, der die Schwelle des Klosters überschreitet, damit zugleich, quasi automatisch, alle mystischen Gnaden und alle Tugenden erwerben: eine solche „Bevorzugung“ ist nicht grundsätzlich zu erkennen. Wenn jemand in ein Kloster eintritt, kommt er oder sie „so, wie man ist„. Und trotz aller eigenen Bemühungen sind jene nach vielen Jahren immer noch so. So scheint es uns. Ja, vor Gott ist ein jeder, „so, wie man ist„!

Wir alle, auch die Ordensleute, dürfen Gott dienen. Ohne dass wir selbst es merken, werden wir, gewissermaßen unmerklich, weil es sehr langsam geschieht, Christus ähnlicher. Auch die Karmelitinnen, die ihre Hände auf dem Rücken tragen…

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Unterscheidung

Ein Altvater wurde von einem Bruder gefragt:
„Wie finde ich Gott?
Vielleicht in Fasten, oder in der Arbeit, bei Nachtwachen oder in Werken der Barmherzigkeit?“
Er antwortete:
„In alledem, was du aufgezählt hast und in der Unterscheidung (discretio).
Denn ich sage dir: gar manche haben ihr Fleisch gekreuzigt. Aber weil sie es ohne Unterscheidungsgabe taten, ging ihr Mühen ins Leere, und sie hatten nichts davon.
Unser Mund riecht vom Fasten, wir haben die ganze Heilige Schrift gelernt, von ganzem Herzen haben wir die Psalmen Davids vollendet, aber das, was Gott verlangt, das haben wir nicht: Demut!“

(Weisung der Väter, B. Miller, Trier 2005)

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