Die Nachfolge – Deine Vorbilder

Als Katholiken stehen wir in der Nachfolge Christi. Dabei gilt, je konkreter das Vorbild uns vor Augen steht, desto anspornender wirkt es auf unser Gemüt. Je strahlender und lebendiger das Ideal uns voranleuchtet, desto konsequenter folgen wir ihm nach. Dabei werden wir ständig mit einer Grunderfahrung unseres sittlich-religiösen Lebens konfrontiert, daß wir nämlich das christliche Ideal niemals ohne Selbstüberwindung und Opfer erreichen können.

Unser göttlicher Lehrmeister hat es so eindringlich gesagt:
Tretet ein durch die enge Pforte!
Denn weit ist die Pforte und breit ist der Weg,
der ins Verderben führt,
und viele gehen auf ihm.
Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, d
er zum Leben führt,
und nur wenige finden ihn“ (Math. 7,13 f).

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Mutter erkennt geistliche Berufung des Sohnes

Wie Mama Margareta, Don Boscos Mutter, dessen Berufung zum Priester erkannte:

Als Johannes neun Jahre alt war, hatte er einen Traum. Er sah wilde Tiere, die durch zwei Personen in Lämmer verwandelt wurden. Als sie von diesem Traum erfuhr, schlug Margareta vor, dass Johannes zum Priester berufen sei, und nicht zum Bauern. Bei seiner Erstkommunion sagte Johannes seiner Mutter, dass er Priester sein wollte und jungen Menschen dienen.

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Nonnen leben nicht in einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung

Auf die Frage, wie sie als Äbtissin prüfe, ob eine Bewerberinnen für ein klösterliches Leben geeignet sei, antwortet die Oberin des Klarissenklosters in Münster, Sr. Ancilla:

Ich merke schnell, ob eine Frau für ein Leben im Kloster geschaffen ist oder nicht. Ich finde aber, dass jede Ordensfrau, die ins Kloster will, auch die Fähigkeit haben sollte, eine gute Mutter und Ehefrau zu sein. Ich bin schließlich nicht Nonne geworden, weil bei mir etwas amputiert wurde. Es gibt aber Frauen, die das Kloster mit einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung verwechseln. Es gibt sogar Ärzte, die psychisch labilen Frauen raten, so eine abgeschlossene Klosterwelt aufzusuchen. Wir sind aber keine therapeutische Gemeinschaft! Bei der Aufnahme zum Postulat wird der Gesundheitszustand einer Bewerberin sehr genau geprüft. Wir schauen auch, ob sie eine dem Alter angemessene Reife hat und sie auch charakterlich für ein klösterliches Leben geeignet ist. Außerdem sollte sie gemeinschaftsfähig sein und fest verankert in ihrem Glauben. Nur so kann ihr Wunsch nach einem klösterlichen Leben aufrichtig sein.

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„Wenn ein Mann kein guter Ehemann und Vater wäre, wird er auch kein guter Priester sein“

So einen ähnlichen Satz habe ich zum ersten mal vor Jahrzehnten aus dem Mund meines Vaters gehört. Er erzählte von seinem Ringen um seine Berufung als Christ. Ein frommer Kapuziner, der ihn schon lange kannte, sprach so zu ihm und gab ihm auf den Weg „und du wirst ein guter Ehemann und Familienvater“. Vater und Mutter sind seit über 68 Jahre verheiratet. Kinder, Enkel und Urenkel sind aus dieser Ehe hervorgegangen. Täglich danken beide Gott. Dank sei Gott!

Den obigen Satz formulierte Pfarrer Bill Peckman aus Boonville und Fayette in Missouri, USA, angesichts der bestehenden Kirchenkrise. Was er sagte war am 11. Dezember 2018 bei CNA zu lesen:

Seit vielen Jahren sage ich, dass ein Mann, wenn er nicht ein guter Ehemann und Vater wäre, auch kein guter Priester sein wird.

Ich denke, die aktuellen Skandale in der Kirche bestätigen das klar und deutlich.

Ein guter Ehemann ist seiner Frau völlig treu ergeben.
Ein guter Priester ist der Kirche vollkommen treu.

Ein guter Ehemann bringt seinen Kindern bei, wie man seine Mutter liebt.
Ein guter Priester lehrt seine Herde, wie man Christus und seine Kirche vollkommen liebt.

Ein guter Mann führt seine Frau näher zu Gott.
Ein guter Priester führt seine Herde näher zu Gott.

Ein guter Ehemann sieht selbstlos nach dem Wohl seiner Frau.
Ein guter Priester schaut selbstlos auf das Wohl seiner Herde.

Ein guter Ehemann stellt seine Karriere, seine Ambitionen und seinen persönlichen Komfort nicht vor seine Frau und seine Kinder.
Ein guter Priester stellt seine Karriere, seine Ambitionen und seinen persönlichen Trost nicht vor seine Herde.

Ein guter Ehemann und Vater denkt nicht einmal daran, seine Frau und seine Kinder auszunützen, ihnen Schaden zuzufügen oder sich an ihnen zu rächen.
Ein guter Priester denkt nicht einmal daran, seine Gemeinde auszunützen, ihr Schaden zuzufügen oder sich an ihnen zu rächen.

Ein guter Ehemann und Vater ist edelmütig, heroisch, stark, beschützend und selbstlos da für seine Frau und seinen Kindern.
Ein guter Priester ist edelmütig, heroisch, stark, beschützend und selbstlos mit seiner Herde.

Meine Brüder […] ob wir verheiratete sind oder geweihte Männer sind:

Wir sollten Vorbild dessen sein, was einen solchen Mann ausmacht.

Wenn wir wollen, dass unsere Söhne oder die jungen Männer unserer Pfarreien gute Ehemänner und Väter oder Priester werden, sollten wir uns besser damit beschäftigen, diese Männer zu sein, die gute Ehemänner und Väter oder Priester sind.

Die Zukunft hängt davon ab.

Quelle CNAdeutsch

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