Das Sakrament der Taufe – Die erste Mission

„Dass die heilige Taufe als das Tor zur christlichen Religion und zum ewigen Leben unter den anderen Sakramenten des Neuen Bundes, die von Christus eingesetzt sind, die erste Stelle einnimmt und allen Menschen der Wirklichkeit oder doch dem Verlangen nach notwendig ist zum Heile, das bezeugt die Ewige Wahrheit selbst mit den Worten: ,Wenn jemand nicht wiedergeboren ist aus dem Wasser und dem Heiligen Geiste, kann er nicht eingehen in das Reich Gottes‘ (Joh 3,5). Um sie also rechtzeitig und richtig zu spenden und zu empfangen, gilt es, die höchste Umsicht anzuwenden.“ (Aus dem römischen Rituale)

„Ordentlicher Spender der Taufe ist der Bischof, der Priester und der Diakon.“ (CIC can 861 §1)

Fähig zum Empfang der Taufe ist jeder und nur der Mensch, der noch nicht getauft ist.“ (CIC can 864)

„Die Eltern sind verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder innerhalb der ersten Wochen getauft werden; möglichst bald nach der Geburt, ja sogar schon vorher, haben sie sich an den Pfarrer zu wenden, um für ihr Kind das Sakrament zu erbitten und um entsprechend darauf vorbereitet zu werden. Wenn sich ein Kind in Todesgefahr befindet, ist es unverzüglich zu taufen.“ (Can 867 CIC)

„Damit ein Kind erlaubt getauft wird… muss die begründete Hoffnung bestehen, dass das Kind in der katholischen Religion erzogen wird; wenn diese Hoffnung völlig fehlt, ist die Taufe gemäß den Vorschriften des Partikularrechts aufzuschieben; dabei sind die Eltern auf den Grund hinzuweisen.“ (CIC can 868 §1)

„Einem Täufling ist, soweit dies geschehen kann, ein Pate zu geben; dessen Aufgabe ist es … mitzuhelfen, dass der Getaufte ein der Taufe entsprechendes christliches Leben führt und die damit verbundenen Pflichten getreu erfüllt.“ (CIC can 872)

„Damit jemand zur Übernahme des Patendienstes zugelassen wird, ist erforderlich;
1. er muss … von den Eltern des Täuflings oder dem, der deren Stelle vertritt, oder, wenn diese fehlen, vom Pfarrer oder von dem Spender der Taufe dazu bestimmt sein; er muss zudem geeignet und bereit sein, diesen Dienst zu leisten;
2. er muss das sechzehnte Lebensjahr vollendet haben, außer vom Diözesanbischof ist eine andere Altersgrenze festgesetzt oder dem Pfarrer oder dem Spender der Taufe scheint ausgerechtem Grund eine Ausnahme zulässig;
3. er muss katholisch und gefirmt sein sowie das heiligste Sakrament der Eucharistie bereits empfangen haben; auch muss er ein Lehen führen, das dem Glauben und dem zu übernehmenden Dienst entspricht.“ (Can 874 §1 CIC)

+ Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, gnädiger Vater,
Du hast heute diesen Deinen Diener (diese Deine Dienerin)
an Kindesstatt angenommen;
so gib auch, wir bitten Dich,
dass er (sie), gefirmt mit dem Heiligen Geiste
und genährt durch die himmlische Speise,
zum Vollalter Christi heranwachse.
Seinen Namenspatron (Ihre Namenspatronin) aber,
den heiligen (die heilige) N., lass ihm (ihr) dabei ein Vorbild sein.
Ihm (Ihr) nachfolgend, möge er (sie) einst
ins ewige Vaterhaus gelangen.
Durch Christus, unsern Herrn.
Amen.

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Franz Xaver tauft ein Heidenkind

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Der Sünder und der Heilige Geist

Die Sünde, die vom Menschen gesehen, aber nicht begangen wird, die er erkannt und bedauert hat – diese Art von Sünde zieht Ihn an!

Je mehr der Mensch seine Sünde betrachtet und je mehr er darüber lamentiert, desto angenehmer und zugänglicher ist er für den Heiligen Geist, der sich wie ein Arzt nur jenen naht, die sich krank wissen. Andererseits wendet Er sich von jenen ab, die eingebildet sind und sich wichtig nehmen.

Schau auf deine Sünde und mache sie ausfindig. Wende deine Augen nicht von ihr ab. Verleugne dich selbst, schätze deine Seele nicht zu hoch ein. Gib dich ganz der Betrachtung deiner Sünde hin und weine über sie. Dann wirst du dir zu gegebener Zeit deiner Erneuerung durch das unbegreifliche und unerklärliche Wirken des Heiligen Geistes bewusst werden. Er wird zu dir kommen, wenn du ihn nicht erwartest. Er wird in dir wirken, wenn du dich für Ihn als ganz unwürdig erkannt hast.

Theophan der Rekluse

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Du zweifelst noch?

Du blickst auf mich und einen solchen Sünder vor deinen Augen fragst du dich unwillkürlich – ist es möglich, dass der Heilige Geist in diesem Sünder wirkt, in dem die Leidenschaften so offensichtlich und stark sind?
Eine berechtigte Frage!
Und sie macht mich verlegen und erschrocken. Ich werde fortgerissen, ich sündige; ich begehe Ehebruch, ich verrate meinen Gott, ich verkaufe ihn für den abscheulichen Preis der Sünde.

Und trotz meines ständigen Verrats, meines treulosen und verräterischen Verhaltens bleibt Er unveränderlich. Immer gnädig, wartet Er langmütig auf meine Reue und zieht mich mit jedem erdenklichen Mittel zur Reue und Änderung meines Lebens. Du hast gehört, was der Sohn Gottes im Evangelium sagt? „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten“. (Mk 2,17) So sprach der Heiland und so handelte Er. Jesus aß mit Zöllnern und Sündern, bekehrte ihre Herzen zu Glauben und Tugend und führte sie so in geistliche Gemeinschaft mit Abraham und anderen rechtschaffenen Menschen.

Erstaunt dich die unendliche Güte des Gottessohnes?
Sei gewiss, dass der All-Heilige-Geist genauso gütig und genauso bemüht ist um die Erlösung der Menschheit; Er ist genauso sanftmütig, mild, langmütig und ganz und gar barmherzig. Der Heilige Geist ist eine der drei gleichen Personen der Heiligen Trinität die unvermischt und ungeteilt, das einzigartige Göttliche Wesen drei Personen in einer Natur bilden.

Theophan der Rekluse

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Endlich gibt es Benediktiner im Kloster Reichenstein

Die Zeiten, in denen sich die Kirche befindet, könnten nicht spannender, ja dramatischer sein. Im Vatikan lebt ein Papst im Gästehaus, Kardinäle bekriegen sich, katholische Bischöfe werden abgesetzt, populistische und dem Mainstream genehme Positionen werden von bischöflichen Würdenträgern propagiert usw.

Der gestrige Samstag, der 14. Oktober 2017 ist ein denkwürdiger Tag geworden, – vielleicht nicht so sehr für Rom und den Vatikan, eher für die katholische Kirche in Deutschland und hier besonders für seine klösterliche Landschaft. In dem kleinen Mittelgebirge, der EIFEL, das sich im äußersten Westen der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz befindet, ereigneten sich an diesem Tage zwei Ereignisse, die symptomatisch sind für die Situation in der Kirche, vor allem jener der südwestlichen europäischen Länder und besonders Deutschlands.

Am gleichen Tag wird in der Zisterzienserabtei Himmerod bekanntgegeben, dass dieses altehrwürdige Kloster, das vom heiligen Bernhard selbst in der Südeifel bei Wittlich im Bistum Trier gegründet wurde, aufgehoben.

Gleichzeitig wird in der Nordeifel bei Monschau die alte Klosteranlage Reichenstein seiner neuen Bestimmung übergeben: ab sofort ist es ein Kloster für Benediktiner. Von Mönchen aus dem französischen Bellaigue wurde das neue Kloster, das dem unbefleckten Herzen Mariens geweiht ist, in den letzten neuneinhalb Jahren soweit Instand gesetzt, dass nun das monastische Leben beginnen kann.

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PAX
BENEDICTIO
NOVI MONASTERII
IMMACULATI
CORDIS MARIAE
REICHENSTENII
DIE XIV OCTOBRIS
MMXVII
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U.I.O.G.D.
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Nach der Terz in der Kirche zogen die Mönche unter Psalmengesang und Gebeten zum Klostertor und von dort, nachdem offiziell die Schlüssel zum Kloster übergeben waren, durch alle regularen Räume des Klosters (Sakristei, Kapitelsaal, Küche, Vorratskeller, Refektorium, Bibliothek, Mönchszellen, Werkstätten und Gästehaus), um den Segen Gottes bis in die kleinsten Winkel zu tragen. Der Klostersegnung folgte ein feierliches Hochamt, zelebriert vom Prior des Mutterklosters Bellaigue, Pater Matthäus Haynos. Das Meßformular der Festmesse war entnommen dem Fest „Vom Unbefleckten Herzen Mariens“ (22. August). Der Hl. Messe schlossen sich im Klosterhof einige Grußworte an, aus denen die Mönche wie die Gäste entnehmen konnten, dass das nun beginnende neue Mönchsleben in Kloster Reichenstein hoch willkommen ist. Der Obere des neuen Klosters ist Pater Bernhard Huber. Nach einem gemeinsamen Tischgebet wurde für alle Anwesenden Speis und Trank angeboten. Danach war noch reichlich Zeit für Gespräche.

Nach Vesper und Sakramentsandacht traten all jene, die nicht zum Kloster gehörten, den Heimweg an. Danach wurde das Klostertor geschlossen und damit befinden sich nun die Mönche dort, wo sie gerne sein möchten: in der Einsamkeit ihrer Klausur.

Mögen das stille und verborgene Leben der Mönche von Reichenstein, sowie ihre Gebete, der Kirche Gottes, insbesondere auch dem Bistum Aachen, in dessen Diözese es liegt, reiche Frucht bringen und in den Herzen der Gläubigen sich segensreiches auswirken.

Instrumente der Einsegnung und der Schlüssel des Klosters

Die folgenden Fotos mögen einige Eindrücke von der Übernahme des Klosters durch die Benediktinermönche wiedergeben.

Dachreiter der Klosterkirche von Reichenstein am frühen Morgen im Nebel
Klosterkirche und Pfortenhaus
Prozession bei der Einsegnung der regularen Klosterräume
Vollbesetzte Klosterkirche Reichenstein am 14. Oktober 2017
re. Pater Matthäus Haynos, mi. Pater Bernhard Huber – sie lauschen den Grußworten nach der Heiligen Messe

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Wie alt muss ein Mann geworden sein, wenn …

… er 81 Jahre Mönch und 70 Jahre Priester gewesen ist?

Pater Benjamin aus dem Trappistenkloster Acey ist am Schutzengelfest 94-jährig gestorben. Mit 12 Jahren ist er als Oblate ins Kloster eingetreten, da er noch nicht das kanonische Alter für das Noviziat hatte. Er wurde so alt, obgleich er sein ganzes Leben lang, aufgrund einer kindlichen Tuberkuloseerkrankung, kränklich war.
Seine Seele möge in Frieden ruhen!

P.-Benjamin-Acey-pdf

VIDEO    –    Abbaye N.D. d’Acey

Muttergottes mit Jesuskind in der Abteikirche Acey
Abbaye Notre-Dame d’Acey

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Viele Abteien und eine Abtei – USA

Hier ein interessanter Link zu einem Video der
Abteien und Priorate in den USA.
Abbeys and Priories in United States

Viel interessanter aber ist der Link auf ein Video dieser einen Abtei:

Clear Creek Abbey

Besuchen Sie die Homepage dieses Benediktinerklosters,
das erst 1999 gegründet wurde und sich noch immer
in der Phase des Aufbaus befindet,
aber schon heute
wunderbar ausstrahlt.
Homepage Clear Creek Abbey

Provisorische Kapelle
Luftbild der bestehenden Gebäude
Vision von Clear Creek mit einer Abteikirche

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Wieder eine Novizin für das trad. Kloster der Redemptoristinnen in Brasilien

Weltweit wächst das Interesse für die katholische Tradition!
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Wenn die katholische Tradition verboten werden sollte,
führte dies unweigerlich zu einer Kirchenspaltung!

Am 22. Juli 2017 wurde die Postulanten Isabela Prudencio de Souza in das Noviziat des Klosters der Redemptoristinnen in São-Fidélis in Brasilien aufgenommen. Sie erhielt den Ordensnamen „Sóror Maria Aparecida da Santa Cruz“.

Sóror Maria Aparecida da Santa Cruz

In diesem Redemptoristinnenkloster leben die Schwestern nach der außerordentlichen Form des römischen Ritus. Diese Gemeinschaft der Redemptoristinnen wurde in Campos gegründet. Zuständig ist Bischof Fernando Rifan (Apostolische Personaladministratur St. Johannes Maria Vianney).

(In Deutschland leben nach meiner Information lediglich noch drei (!) Redemptoristinnen – im Kloster Püttlingen, Saar – .)

Die Postulantin Isabela Prudêncio de Souza, bevor sie eingekleidet wurde.
Novizin mit einigen Schwestern
Kapelle mit Bischof Rifan

Weitere Fotos der Zeremonie HIER

Mosteiro Redentorista da Santa Face e do Puríssimo e Doloroso Coração de Maria
Igreja de São José
Rua Armando Marques, S/Nº 26
CEP. 28400-000 São Fidélis, RJ
Brasil

Web: http://mredentoristas.xpg.uol.com.br/

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