Andacht zum 100-jährigen Fatima-Jubiläum – zum 19. August

Heiligste Jungfrau und glorreichste Gottesmutter Maria, wir haben uns hier vor dir versammelt, um dir unsere Verehrung und Liebe zu bezeigen. Wir freuen uns deiner hohen Würde und Glorie, die dir der Allmächtige verliehen hat. Wir loben und preisen den Herrn, dass er dich uns zur Mutter gegeben hat, dass er dein reinstes und heiligstes Herz mit der vollkommensten Liebe ausgeschmückt hat. Möge doch dein liebevolles Herz Freude haben an unseren Lobgesängen und Gebeten! Wir vereinigen sie mit den Gebeten aller frommen Christen, wie auch mit den Lobgesängen, die die Engel des Himmels dir, ihrer liebreichen Königin, darbringen. Die größte aller Gnaden erbitte uns, dass wir Gott, unseren Herrn, bis an unseren Tod treu bleiben und dann das unaussprechliche Glück haben, mit allen Heiligen und Engeln des Himmels dir zu danken, dich zu loben und zu lieben und mit dir Jesus, deinen Sohn, und die Allerheiligste Dreifaltigkeit zu preisen und zu lieben in alle Ewigkeit. Amen.

Aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums Deines Erscheinens in Fatima knien wir vor dir, o Maria, hin und senden dir hinauf unseren kindlichen Gruß, unseren Dank und unsere Bitte. Wir danken …

Siehe pdf zum herunterladen: Andacht 100_Jahre_Fatima

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Fatima bedeutet: Gottes und Mariens Ruf zu antworten

Fatima ist der dringende Appell des Himmels, dem Ruf zur Heiligkeit großmütig zu antworten, und Tag für Tag, Schritt für Schritt an der Hand Mariens den steilen Pfad zu beschreiten, der zum Leben führt.

Die seligen Kinder sind uns diesen Weg vorausgegangen, der ihnen nicht zu schwer und mühevoll erschien, weil in ihnen die Liebe zu Jesus und Maria lebendig war. Die Botschaft der Seligen Francesco und Jacinta ist es, dass die Liebe das oft so drückend und hart erscheinende Leben in der Nachfolge Christi, Gebet und Buße, „kinderleicht“ macht.

Es sind immer wieder die Heiligen, die sichtbar machen, was Thomas von Kempen in der „Nachfolge Christi“ beschreibt:

„Die Liebe kennt oft kein Maß, sondern sie gerät über alle Maßen in Glut. Die Liebe fühlt keine Last, scheut keine Mühe, erstrebt mehr als sie vermag, schützt keine Unmöglichkeit vor, weil sie glaubt, ihr sei alles möglich und gestattet. Ist sie erschöpft, so erschlafft sie nicht; ist sie in Not, so fühlt sie sich nicht bedrängt; ist sie erschreckt, gerät sie nicht in Verwirrung. Wer liebt, kennt den Klang dieser Worte: Mein Gott, meine Liebe! Du bist ganz mein, und ich ganz dein.“

(Vgl. Florian Kolfhaus. Ganz Dein, Maria)

Gleich, wie groß oder klein die Fatima-Statue ist,
gleich, aus welchem Material sie besteht –
vertraue Du Dich IHR an und folge IHR!

Gebet für die Kirche

O Herr, allmächtiger Gott, der Du das Böse zulässt,
um das Gute dadurch zu bewirken,
höre auf das demütige Gebet,
womit wir Dich um die Gnade bitten,
inmitten so vieler Verfolgungen Dir treu zu bleiben
und bis ans Ende im Guten auszuharren;
und gib uns durch die Fürbitte
der allerseligsten Jungfrau Maria die Kraft,
uns immer Deinem heiligsten Willen zu fügen.
Amen.

(Sel. Papst Pius IX., aus „Brot der Engel“,
Katholisches Gebetbuch, Herder, 1908)

 

 

Ein neues Fest für das VOLTO SANTO

(Aus einem Bericht von Paul Badde bei CNA)

Das neue Fest ist eine Schöpfung des Kapuzinerpaters Carmine Cucinelli, des Rektors der Basilika […]

Pater Carmine hatte entschieden, am Sonntag „Omnis Terra“, dem zweiten Sonntag nach dem Fest der Epiphanie,  in Manoppello an die erste Prozession Papst Innozenz III. im Jahr 1208 wieder anzuknüpfen – […]

Ein Anlass kam noch dazu. Zur bislang letzten Änderung des Festkalenders von Manoppello kam es, als Bürger  des Städtchens Anfang des 18. Jahrhunderts die Kapuziner nach einer Serie von Erdbeben baten, zu dem ersten Fest des Antlitzes am Tag der Verklärung Christi am 6. August (mit einer kleinen Prozession)  noch ein zweites Fest mit einer längeren Prozession einzuführen.

So geschah es erstmals im Jahr 1712 – vor über dreihundert Jahren – als der dritte Sonntag im Mai als zweiter Festtag eingeführt wurde, der für lange Zeit an zwei Tagen im Mai die meiste Aufmerksamkeit auf die verborgene Reliquie lenkte, die den Rest des Jahres weggeschlossen war. Nun hat die letzte Serie von Erdbeben in Italien – und die Sorge vor noch größeren Naturkatastrophen – den Rektor bewogen, dieses dritte Fest einzuführen.

[…]

Pater Carmine stellte ihn [Anm.: Monsignor Americo Ciano aus dem Vatikan] nun als den „Sakristan der Veronika des Vatikans“ vor,  der dort mit dem kostbaren Reliquiar Papst Urban VIII. schon sehr oft die Gläubigen von Sankt Peter am Passionssonntag gesegnet hat, der nun erstmals die unverhüllt wahre Ikone, quasi als „nacktes Gesicht“, zu den Gläubigen trug und auf den Vorplatz der Basilika, wo er die Stadt und das Land  und alle Städte  von Jerusalem bis Rom mit dem Gesicht Christi segnete.

Ein Gebet Pater Carmines für alle Opfer der Erdbeben hatte die Prozession eingeleitet und eine neue Litanei des Heiligen Gesichts der deutschen Schwester Petra-Maria Steiner. Zuvor hatte  Mons. Ciani in seiner Predigt wie selbstverständlich von dem Sanctum Sudarium und dem Mandylion gesprochen und räumte nachher in einem Interview freimütig ein, dass der heilige Schleier im Sacco di Roma 1527 aus dem Petersdom verschwunden sei – ein höchst eifersüchtig gehütetes Geheimnis. „Worte verwehen, Bilder bleiben“ hieß es lakonisch in seiner Predigt.

Am Abend des selben Tages war Manoppello wieder unter Schnee begraben, in der Nacht wurde die Autobahn nach Rom gesperrt. Am Montag fiel der Strom und die Heizung in dem Konvent der Basilika aus. […] Geblieben ist das bisher intimste Fest des heiligen Schweißtuchs, das von nun an Jahr für Jahr neue  Fotos und Filmaufnahmen des wertvollsten Bildes der Welt generieren wird, mit dem die Erde bis an ihre Enden (omnis terra) am Sonntag wieder erstmals seit Jahrhunderten gesegnet wurde.

Hört der Streit um das nicht von Menschenhand geschaffene „Bild“ vom Antlitz Christi damit nun auf? Das wohl eher nicht. Es hat erwiesener Maßen keinerlei Farbspuren. Dennoch ist erst vor Monaten in Deutschland ein fußnotenstarker professoraler Wälzer erschienen, in denen wieder einmal nachgewiesen werden soll, dass es sich bei dem „volto santo“ um eine „mittelalterliche Tüchlein-Malerei“ handeln soll – obwohl eine Reihe der maßgeblichen Autoren des Werkes die wahre Ikone von Manoppello niemals mit eigenen Augen gesehen haben.

Wen soll es wundern? Während diese Zeilen erstmals im Netz erscheinen, zittert die Erde wieder mit der Stärke 5.3 in Mittelitalien, dass sogar in Rom die Häuser  wackeln. „Vor dem Herrn erbebe, du Erde, / vor dem Antlitz des Gottes Jakobs,“ heißt es im Psalm 114, der jedes Jahr in der ganzen jüdischen Welt am Seder gebetet und gesungen wird, das heißt am Vorabend des Pessach-Festes vom „Vorübergang des Herrn“.

Paul Badde – http://de.catholicnewsagency.com/story/worte-verwehen-bilder-bleiben-1510#.WH8vi1mKqzg.facebook

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