Gebet vor der Heiligen Kommunion

Herr, ich weiß,
daß ich unwürdig bin, deinen heiligen Leib
und dein kostbares Blut zu empfangen:
Ich bin mir meiner Schuld bewußt und weiß,
daß ich dem Gericht verfalle,
wenn ich gedankenlos
dein Fleisch und Blut empfange.
Christus, mein Gott!
Ich vertraue ganz auf deine Barmherzigkeit
und trete vor dich hin, der du gesagt hast:
„Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt,
der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm.“
Hab Erbarmen mit mir, o Herr,
und verleugne mich nicht,
auch wenn ich ein Sünder bin.
Erweise mir deine Barmherzigkeit.
Diese heiligen Geheimnisse
mögen zu meiner Gesundung,
zur Reinheit, Erleuchtung, Verteidigung
und zur Erlösung und Heiligung
des Leibes und des Geistes beitragen.
Halte fern von mir jede Selbsttäuschung,
alle Sünden und jeden Einfluß des Bösen.
Gib, daß mein Vertrauen und meine Liebe
zu dir immer größer werden
und daß mein Lebenswandel dir wohlgefalle,
damit ich in den Tugenden
und in der Heiligkeit wachse.
Laß mich deine Gebote halten
und deinen Heiligen Geist anbeten.
Gib, daß sie das Unterpfand des ewigen Lebens seien,
ein sicherer Schutz vor deinem endgültigen Gericht,
daß sie mir nicht zum Urteil
und zur Verdammung gereichen.

(Basilius von Caesarea)

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Advocata miserorum

MARIA ADVOCATA

Fürsprecherin der Elenden,
auf dich richten sich die Augen der Knechte.
Dich nahm der König der Himmel auf
über die Chöre der Engel,
wo die Versammlung der Seligen
dich würdig ehrt und lobpreist
in Ewigkeit mit den Worten:
Gegrüßet seist du, Maria.

Und selig der Leib, der dich getragen.

O glorreiche Herrin, erhaben über die Gestirne,
unsere ohnegleichen erbarmungsvolle Fürsprecherin!
Nimm an die vertrauensvollen Bitten, die Lobgesänge,
die wir zu Ehren der fünf Wunden deines Sohnes
und zum Lob deines heiligen Namens gesungen haben.

Wir bitten dich, beeile dich, für uns einzutreten,
damit dein liebreichster Sohn, unser Herr Jesus Christus,
durch seine große Barmherzigkeit
uns den Fesseln unserer Sünden entreiße
und uns in seinem heiligen Dienst bewahre, stärke
und bis ans Ende ausharren lasse;
denn Er ehrt dich, indem Er dir nichts verweigert,
der mit Gott, dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes
lebt und herrscht in Ewigkeit.

(Bonaventura. Lehrer der Weisheit, EOS-V. 2017, 457f.)

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Christus geistlich empfangen

Wenn eine Seele, in der Hoffnung auf den himmlischen Lohn oder in der Furcht vor ewiger Strafe, oder des Bleibens in diesem Tal der Tränen müde geworden, von neuem durch das Wehen des Heiligen Geistes heimgesucht, von heiliger Liebe durchglüht und von Gedanken an den Himmel gedrängt wird, sie schließlich ihre früheren Mängel von sich wirft und ihre bislang gehegten Wünsche aufgibt, in dem Vorsatz, als neuer Mensch zu leben, „vom Vater der Lichter, von dem jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk stammt“ (Jak 1,17), durch die Gnade geistliche Fruchtbarkeit empfängt: Was geschieht da anderes, als dass die Seele „durch die Kraft des Allerhöchsten“, die über sie herabkommt und sie mit himmlischer Erquickung überschattet (Lk 1,35), geistlich den Samen des Wortes empfängt und schwanger wird?

Diese Überschattung dämpft alle Begierden des Fleisches und stärkt die Augen des Geistes, so dass sie sehen können.

Durch diese Empfängnis wird das Gesicht der Seele blass – durch wahre Demut im Verhalten; dazu kommt ein Widerwillen gegen Speise und Trank – denn es missfällt der auf geistliche Weise schwangeren Seele all das, woran die Welt sich vergnügt; es verändern sich die Wünsche und das Verlangen – die Seele ersehnt nun andere Güter. […]

Selige Empfängnis – der solch eine Verachtung des Weltlichen folgt und ein solches Verlangen nach Taten, die dem Himmel entsprechen, nach der Beschäftigung mit dem, was Gottes ist! Denn selbst wenn man nur ein bisschen „vom Geist gekostet hat, hört das Fleisch auf, einem zu schmecken.“

Die Seele beginnt mit Maria „ins Bergland“ aufzusteigen, sie sehnt sich nach vertrauter Gemeinschaft mit denen, die den Himmel suchen. […]

(Bonaventura. Lehrer der Weisheit, EOS-V. 2017, 459f.)

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Stell dir einen Streit vor!

Stell dir einen Streit vor!

Denk dir, dass dein Vater vor dir steht und sagt:

„Ich habe dich gezeugt und aufgezogen, also folge mir und tue mit mir Unrecht und gehorche nicht dem Gesetz Christi!“

Er sagt dies und noch anderes, was wohl ein Mensch sagen mag, der Gott lästert und der im Grunde schon tot ist. Auf der andern Seite aber höre den Heiland, der zu dir sagt:

„Ich habe dich wieder geboren, denn du warst von der Welt zum Tod geboren; ich habe dich befreit, geheilt und erlöst. Ich werde dir Leben schenken, das unvergänglich ist und ewig, das diese Welt übersteigt. Ich werde dir das Antlitz Gottes zeigen, des guten Vaters. Folge mir nach! Ich werde dich zur Ruhe empor führen, wo du jene unaussprechlichen und unbeschreiblichen Güter genießen kannst, die kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, die in keines Menschen Herz gelangt sind. Die Engel sehen sich danach, wenigstens einen Blick auf diese Güter zu werfen, die Gott seinen Heiligen und seinen Kindern, die ihn lieben, bereitet hat. Ich bin dein Ernährer, denn ich gebe mich selbst als Brot, und wer davon isst, der stirbt den Tod nicht mehr. Und täglich gebe ich mich dir als Trank der Unsterblichkeit. Ich bin Lehrer der himmlischen Weisheit. Ich habe den Kampf gegen den Tod für dich geführt, und für dich habe ich den Tod erlitten, den du dir zugezogen hattest durch deine Sünden und durch deinen Unglauben.“

Wenn du nun diese Reden von den beiden Seiten gehört hast,
dann triff die Entscheidung über dich.

Gib deine Stimme für dein Heil ab!

(Aus der Clemens von Alexandrien: Welcher Reiche wird gerettet?)

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Organentnahme bei Hirntod – ein milliardenschwerer Megamarkt

Dass es sich bei Organspenden keineswegs und grundsätzlich um eine Tat chrichtlicher Nächstenliebe handelt wissen schon längst alle, die mit offen Augen und Ohren, vor allem aber mit einem kritischen Geist die gesellschaftlichen Veränderungen beobachten. Inzwischen wird schon nicht mehr von einem „Millionengeschäft“ gesprochen, sondern von einem „milliardenschweren Megamarkt„.

Katholiken steht es nicht nur in diesem Falle gut an, sich zu widersetzen.

Krankenhausleistungen werden in Deutschland im Wesentlichen nach diagnosebezogenen Fallgruppen abgerechnet, sogenannten Diagnosis Related Groups (DRGs). Auch die Bezahlung von Organtransplantationen erfolgt in Anwendung der DRGs.

Bereits die Vergütung für die im Transplantationskrankenhaus vorgenommene eigentliche Transplantationsleistung kann über 100.000,00 Euro betragen.

Beispielsweise sind Lebertransplantationen mit Beatmung unter dem DRG-Schlüssel A01A codiert. Die von den Krankenkassen für diesen Fall gewährte Kostenerstattung beläuft sich im Jahr 2019 bei Normalliegern auf 103.000,00 Euro.

Das dem hirntoten Spender entnommene Organ muss möglichst zeitnah zum Empfänger transportiert werden. Für die Organisation der erforderlichen medizinischen und organisatorischen Schritte einer Organtransplantation ist in Deutschland die Deutsche Stiftung Organspende (DSO) zuständig.

Die Stiftung nimmt Meldungen möglicher Organspender entgegen und koordiniert die „Gemeinschaftsaufgabe Organspende“. Sie sorgt dafür, dass alle notwendigen medizinischen und organisatorischen Schritte vollzogen werden, damit Organe entnommen, an geeignete Patienten vermittelt und transplantiert werden können.

HIER lesenhttps://www.cashkurs.com/gesellschaft-und-politik/beitrag/organentnahme-bei-hirntod-ein-milliardenschwerer-megamarkt/

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Sieben selige Trappisten

Am 8. Dezember 2018 wurden „19 Märtyrer von Algerien“ seliggesprochen. Unter ihnen sieben Trappisten aus dem Kloster Tibhirine. Sie erlitten am 26./27. März 1996 den Märtyrertod: Christian, Christophe, Paul, Michel, Célestin und Lucas.

„Der Besuch des Klosters von Tibhirine am Tag nach der Seligsprechung war für mich wie ein Besuch in Galiläa, in Nazareth, nach dem Tod und der Auferstehung Jesu. Es ist offensichtlich, dass die sieben seligen Mönche in der bescheidenen und unauffälligen Alltäglichkeit der Selbsthingabe in der klösterlichen Gemeinschaft, im Gebet und in der Gastfreundschaft ihr Leben in die Hand Gottes gegeben haben aus Liebe zu Jesus Christus und zum Heil der Welt.“

Mauro-Giuseppe OCist (Generalabt der Zisterzienser der allgemeinen Observanz)

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Gräber der sieben Trappisten – schlicht hergerichtet.

https://www.moines-tibhirine.org/de/

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