Feldzug des flehenden Gebets

(der Kirchen des Westens und des Ostens
zur Königin des heiligen Landes
um ihren Beistand
für Israel und Palästina)

Über Maria als Friedensstifterin für Jerusalem

Die Tagespost veröffentlichte am 20. Dezember 2017 den folgenden, höchst interessanten, Beitrag von Paul Badde.

Jerusalem ist dem Judentum heilig, weil Gott selbst in dieser Stadt Wohnung genommen hat – mit seinem Wort, mit seinen Gesetzestafeln vom Sinai, die die Kinder Israels schon auf ihrem Zug durch die Wüste im „Tabernaculum“ des Bundeszeltes mit sich geführt hatten, nachts unter einer Feuer-, tagsüber unter einer Wolkensäule, bevor sie die Bundeslade schließlich ins Allerheiligste ihres ersten Tempels brachten, den König Salomon ab dem Jahr 957 vor Christus über dem Kidron-Tal errichten ließ. In Jerusalem ist in der Zeit des Tempels auch die Bibel entstanden. Viele Propheten lebten hier und die Autoren der meisten Psalmen. Israels Könige haben hier seit David residiert. Doch vor allem Gott mit der Gegenwart seiner Gebote. Nun ist der moderne Staat Israel mit seinen vielen ungebändigten Radikalen und Nationalreligiösen, darunter auch die oft ebenso sanftmütigen wie rabiaten „Siedler“, natürlich nicht einfach identisch mit dem Judentum der Propheten, auch wenn manche Propagandafabriken es anders darstellen, deren gefährlich unterkomplexe Verkürzungen einer hochkomplexen Geschichte Präsident Trump sich jetzt zu eigen gemacht hat.

Der letzte jüdische Tempel Jerusalems wurde im Jahr 70 durch die Römer zerstört. Nur seine Grundmauern haben sich erhalten; deshalb ist heute klar, wo er sich befand. Als nämlich die Macht des heidnischen Staatskults im römischen Reich zerbrach, und Christen nach dem Besuch der Kaiserinmutter Helena im Jahr 325 die heilige Stadt übernahmen, ließen sie diese Mauern mit den anderen Ruinen des Tempelbergs als zeichenhafte Brache zurück. Statt des jüdischen Tempels, auf den Jesus vom Kreuz noch geschaut hatte, errichteten sie ihr prächtiges Heiligtum über dem Golgathahügel und dem „heiligen Felsengrab“. Als muslimische Heere „Hierosolyma“ im Jahr 637 überrannten, nannten die Wüstenkrieger die byzantinische Stadt dann in „Al Kuds“ (die Heilige) um, und nahmen den verwaisten alten Tempelplatz gleich in Besitz für ihre wichtigsten Neubauten. Dass die Byzantiner den städtebaulich prominentesten Platz bis dahin aber als Trümmerhaufen hatten liegen lassen, hatte noch einen ganz besonderen Grund: Ende des 5. Jahrhunderts hatten sie unmittelbar nördlich des alten Tempels nämlich das Geburtshaus Marias als älteste Marienkirche Jerusalems eingeweiht und das Fest der Geburt „unserer hochheiligen Herrin, der Gottesgebärerin und immerwährenden Jungfrau Maria“ am 8. September in den Kalender eingeführt. Mit diesem Fest und dieser ersten Marienkirche neben dem Ruinenfeld erklärten die Christen gleichsam, dass Gott seine Adresse gewechselt habe. Eine kleine jüdische Jungfrau sei inzwischen zum letzten Haus geworden, in dem ER Wohnung genommen habe, doch nicht als Wort, sondern als Mensch, realer und konkreter als vorher im Allerheiligsten des alten Tempels. Skandalöser, kühner und stolzer war noch nie von der Würde des Menschen gesprochen worden – auch nicht von der Würde der Frau.

Was könnte die Krise um Jerusalem heute mehr verlangen als einen Feldzug des flehenden Gebets der Kirchen des Westens und des Ostens zur Königin des heiligen Landes um ihren Beistand für Israel und Palästina – und für das so heiß begehrte und geliebte Jerusalem, die ungeteilte Hauptstadt der ganzen Welt!

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Ich wünsche allen Lesern und Besuchern von
TU DOMINE
ein vom Herrn gesegnetes Jahr 2018
und den Beistand
„unserer hochheiligen Herrin,
der Gottesgebärerin und
immerwährenden Jungfrau Maria“

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Advent – “Summorum Pontificum” in Los Angeles

Ich sage allen Freunden von “Summorum Pontificum”:
nutzt Eure Möglichkeiten!

Und hier sieht man, was möglich ist. Außgerechnet im viel gescholtenen Erzbistum Los Angeles in dem untraliberalen US-Staat Kalifornien.

VIDEO

Sie auch
fssp.la
latinmass-la.org

und ccwatershed.org

Christmette (2015) in der St.-Victor-Kirche in West-Hollywood

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Originalton Pater Schmidberger

+ Bugnini, der Hauptschöpfer der neuen Messe, hat sich alle Texte von Protestanten aus Deutschland übersetzen lassen und die als Vorbild genommen. So wurde der Opfergottesdienst immer mehr zurückgedrängt, die heilige Messe immer mehr zu einem Gemeinschaftsmahl und schließlich zu einem Gemeinschaftserlebnis. Im Artikel 7 der Rubriken des Novus ordo missse heißt es:
»Die Messe ist die heilige Versammlung des Volkes Gottes unter dem Vorsitz des Priesters. Da gilt in besonderer Weise das Wort Christi: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.«

+ [Stichwort vorkonziliar]
Ja, das wirft man uns vor.
Aber das ist ein Zerrbild der Wirklichkeit.
Es muss immer Neues geschaffen werden, aber aus den richtigen Prinzipien heraus. Mit dem Geiste Gottes natürlich in allererster Linie. Und jetzt nicht in dieser Euphorie von Heilig-Geist, wie sie bei den Pfingstlern und Charismatikern angesiedelt ist, sondern wirklich aus dem tiefsten Glaubensgut, dem Glaubensschatz und dem Glaubenscharisma heraus. Aus all dem muss Neues geschaffen werden.

+ [Hilferufe von Laien?]
Laien, aber auch [unsere] eigenen Mitbrüdern in den verschiedenen Ländern, […] sagen: Wir brauchen mehr Mitarbeiter.
Das Werk weitet sich aus, insbesondere in den USA. Es ist unglaublich, wie die Priesterbruderschaft in den USA gewachsen ist. Es gibt dort riesige Pfarreien.
Wenn ich zum Beispiel St. Mary’s nehme, die Schule im Herzen der USA, im Staate Kansas. Sie umfasst einen Kindergarten bis hinauf zum College einschließlich. Dort sind 1000 Schüler. Die Pfarrei hat 3600 Gläubige, die jeden Sonntag die hl. Messe besuchen. Ganze Familien ziehen da extra wegen eines integralen katholischen Lebens hin! Das ist kein Problem für die Leute dort.
Da gibt es blühende Pfarreien und sehr viele Familien, kinderreiche Familien. Dort vollzieht sich wirklich ein christlicher Aufbruch.

+ 30. Juni 1988.
Der Erzbischof hat vier Bischöfe geweiht.
Kardinal Gagnon meinte voraussagen zu können, wenn das jetzt wegen der nicht genehmigten Bischofsweihe zu einem Konflikt zwischen der Priesterbruderschaft und Rom komme, dann würden sich 80 oder sogar 90 Prozent der Piusbrüder gegen Lefebvre und für Rom entscheiden.
Eine völlige Fehleinschätzung.
Erzbischof Lefebvre weiht also die Bischöfe.
Rom schlägt mit der Keule feste drauf. Exkommunikation!
Rom exkommuniziert Erzbischof Lefebvre.
Rom exkommuniziert Bischof de Castro Mayer, den Mit-Konsekrator,
Rom exkommuniziert die vier neu geweihten Bischöfe. […]
Rom war der Meinung, das wär’s dann gewesen.
Im Vatikan meinte man, die Bruderschaft Sankt Pius X. sei am Ende.
Doch siehe da: Es hat sich nichts zerstreut. Es sind einige wenige Priester aus der Bruderschaft ausgetreten, die dann die Petrusbruderschaft gegründet haben. Das ist deren Anfang.
Es sind einige Seminaristen ausgetreten. Wenn ich mich recht entsinne, sind 17 Priester weggegangen. Wir hatten damals 220 oder 230 Patres.

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Pater Franz Schmidberger / Ingo Langner
Gott, Kirche, Welt und des Teufels Anteil
Patrimonium-Verlag 2017
216 Seiten, 18,80Euro
ISBN 978-3-86417-101-7

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Der Don Bosco von Recklinghausen – Prälat Dr. jur. Paulus Tillmann.

Eine Buchbesprechung

Der heilige Johannes Bosco, der immer nur „Don Bosco“ genannt wurde, lebte seit seiner Priesterweihe 1841 in Turin; dort starb er 1888. Don Bosco ist bekannt als Ordensgründer, noch mehr aber als Seelsorger für die sehr armen Buben und Jugendlichen in der sich ausbreitenden Großstadt Turin. Er lebte ziemlich genau 100 Jahre vor einem anderen katholischen Priester, der in Deutschland im 20. Jahrhundert zwar keinen Orden gründete, aber als Gründer von Wohnheimen und Erzieher für heimatvertriebene Jugendliche hervorragendes leistete und dadurch unvergessen bleiben wird: Prälat Dr. jur. Paulus Tillmann, den man auch „Don Bosco von Recklinghausen“ nennt. Entsprechend lautet der Titel des Buches von Dr. Joachim Spallek: „Der Don Bosco von Recklinghausen“.

Spallek, Jurist und Autor rechtswissenschaftlicher sowie kultur-, wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Veröffentlichungen, hat ein höchst interessantes, ja akribisch recherchiertes Buch geschrieben. Mit Fug und Recht kann man es nach seinen eigenen Kriterien eine „wahre Biographie“ nennen, denn sie sollte von einem „Zeitzeugen“ und wenn möglich von einem (vertrauten!) „Freund“ geschrieben werden. Wenn man das Buch gelesen hat, kann man wohl zustimmen: der Auto war (ist) ein Freund von Prälat Tillmann.

August Tillmann wurde 1906 in Recklinhausen geboren. Er studierte Jurisprudenz in Freiburg und Breslau, wo er auch den Doktorgrad erlangte (1933). Bereits vor seiner Promotion begann er hier auch ein Theologiestudium (1931), welches er in Innsbruck fortsetzte. Nach seiner Priesterweihe (1935) kam er in das große Erzbistum Breslau zurück und wurde als Kaplan und Pfarrer eingesetzt.

Nach dem Einmarsch der Roten Armee und der Vertreibung im Sommer 1945 kam Pfarrer Tillmann wieder ins Ruhrgebiet zurück, und zwar nach Recklinghausen. Als Religionslehrer wurde er mit der großen Not, der besonders die geflüchteten Kinder und Schüler ausgesetzt waren, mehr und mehr konfrontiert. So gründete Pfarrer Tillmann ab 1947 Heime für Schüler und Lehrlinge; dies nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch in Süddeutschland. Es waren sicher zeitbedingte Formen des priesterlichen pastoralen Wirkens.

Nach einigen Jahrzehnten hatte sich das Bild der deutschen Flüchtlinge in Deutschland verändert. Das Buch erzählt von diesen Geschehnissen, von den Ereignissen in Kirche und Welt und vom Schicksal dieser Menschen. Es berichtet und erklärt, wie Hilfen, Spenden und Gelder zusammenkommen konnten, um die Bedürfnisse dieser Zeit angemessen befrieden zu können. An all dem wird deutlich, wie wichtig pastorale, aber auch soziale Projekte der Kirche dann sind, wenn die Not groß ist und Hilfen vom Staat nicht erreichbar sind.

Diese Tatsache steht in einem Widerspruch zur Situation in der heutigen Zeit, wo sich der Eindruck aufdrängt, dass kirchliche- und kirchlich-caritative Arbeit hauptsächlich dort geleistet wird, wo viel Geld zu verdienen ist. Welche Möglichkeiten der Hilfe Pfarrer Tillmann ergründete und wie er für seine über 5000 in Heimen untergebrachten Schutzbefohlenen „bettelte“, kann der Leser in diesem Buch erfahren.

Das reichlich schwarz-weiß bebilderte Buch ist auch reich an Informationen über die politischen und kirchlichen Gegebenheiten dieser Zeit. Außerdem gibt es zahlreiche Anmerkungen, Quellenmaterial sowie ein Literaturverzeichnis.

Erstveröffentlicht bei kath.net

Dr. Spallek, Joachim
Der Don Bosco von Recklinghausen.
Prälat Dr. jur. Paulus Tillmann.
Patrimonium-Verlag 2017
Taschenbuch 362 Seiten; 19,80€
ISBN: 978-3864170874

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Wenn Du die Sünden nicht vergessen könntest, Herr!

22. Sonntag nach Pfingsten
Introitus (Ps. 129, 3-4)

Si iniquitates observaveris, Domine:
Domine, quis sustinebit?
quia apud te propitiatio est, Deus Israel.
De profundis clamavi ad te, Domine:
Domine, exaudi vocem meam.
V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto.
Sicut erat in principio, et nunc, et semper,
et in sæcula sæculorum. Amen.

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Wenn Du die Sünden nicht vergessen könntest, Herr,
Herr, wer noch könnte dann bestehen?
Doch Du gewährst Begnadigung, Gott Israels.
Aus Tiefen schrei ich, Herr, zu Dir;
o Herr, erhör mein Rufen.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Wie es war im Anfang, so auch jetzt
und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

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ZWEIUNDZWANZIGSTER SONNTAG NACH PFINGSTEN
im Mariawalder Messbuch

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Abschied ohne Wehr

Wie hab ich das gefühlt was Abschied heißt.
Wie weiß ichs noch: ein dunkles unverwundnes
grausames Etwas, das ein Schönverbundnes
noch einmal zeigt und hinhält und zerreißt.

Wie war ich ohne Wehr, dem zuzuschauen,
das, da es mich, mich rufend, gehen ließ,
zurückblieb, so als wärens alle Frauen
und dennoch klein und weiß und nichts als dies:

Ein Winken, schon nicht mehr auf mich bezogen,
ein leise Weiterwinkendes – , schon kaum
erklärbar mehr: vielleicht ein Pflaumenbaum,
von dem ein Kuckuck hastig abgeflogen.

Rainer Maria Rilke
Aus: Neue Gedichte (1907)

oder melodramatisch: Time to say goodbye
 … Adesso si li vivrò …
It’s time to say goodbye

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