Der Diktatorpapst – AKTUELL! – Buchempfehlung

Es handelt sich dabei um keinen Titel irgendeines mittelalterlichen Papstes. Der zweifelhaften Titel „Der Diktatorpast“ meint den regierende Papst Franziskus; und die aktuellen Informationen scheinen dies weiter zu verstärken. Selbst wenn kna bei DOMRADIO nur nebenbei von dieser Sache berichtet (https://www.domradio.de/themen/papst-franziskus/2018-08-26/frueherer-nuntius-den-usa-zum-fall-mccarrick), so wird der gestern veröffentlichte elfseitige Brief, den Erzbischof Carlo Maria Viganò den Medien übergab, zunächst über andere Berichterstatter schnell bekannt.

So schreibt kat.net:
„Der frühere Nuntius schreibt in seinem ungewöhnlichen Statement wörtlich: Papst ‚Franziskus missbraucht die Vollmacht, die Christus Petrus zur Stärkung seiner Brüder gegeben hat. Stattdessen hat er [Franziskus] seine Brüder durch sein Handeln gespalten, in den Irrtum geführt und die Wölfe dazu eingeladen, weiterhin Schafe aus der Herde Christi zu zerfleischen. In diesem für die Weltkirche extrem dramatischen Augenblick muss er seine Fehler anerkennen. Und um die von ihn verkündeten Null-Toleranz-Grundsätze einzuhalten, muss Papst Franziskus ein gutes Beispiel für die Kardinäle und Bischöfe sein, die die Missbrauchshandlungen von McCarrick vertuscht haben und mit ihnen zurücktreten.‘“ (http://kath.net/news/64873)

Und CNA schreibt:
„Erzbischof Viganò teilt in seiner Zeugenaussage mit, sein ‚Gewissen gebiete‘ ihm, die Wahrheit bekannt zu machen, da ‚die Korruption die Spitze der Hierarchie der Kirche erreicht hat‘. Zum Abschluss seiner Erklärung fordert er Papst Franziskus und all jene, die an der Vertuschung von Erzbischof McCarricks Missbrauch beteiligt waren, zum Rücktritt auf.“ (https://de.catholicnewsagency.com/story/ehemaliger-nuntius-erhebt-schwere-vorwurfe-gegen-papst-im-fall-mccarrick-3565)

CNA schreibt weiter:
Viganò behauptet weiter, dass die Ernennungen von Kardinal Cupich nach Chicago und Kardinal Joseph Tobin nach Newark ‚unter anderem von McCarrick eingefädelt wurden‚. Er sagte, dass keiner der Namen von der Nuntiatur vorgelegt wurde, deren Aufgabe traditionell darin besteht, der Kongregation für die Bischöfe eine Namensliste oder Terna vorzulegen. Er fügte hinzu, dass auch die Ernennung von Bischof Robert McElroy nach San Diego ‚von oben‘ eingefädelt und nicht durch den Nuntius vorgeschlagen worden sei.“

Wird der „Diktatorpast“ zurücktreten?

Vielleicht wird der Titel des „umstrittensten Buches über Papst Franziskus“ der wahrhaftige Titel über einen noch regierenden Papst sein. Die erste Auflage von „Der Diktatorpapst“ ist nach wenigen Wochen schon vergriffen. Der herausgebende Verlag RENOVAMEN wird die zweite Auflage am 18. September 2018 in den Versand bringen.

Laut dem Buch „Der Papst-Diktator“ hat Kardinal Jorge Mario Bergoglio, damals Erzbischof von Buenos Aires, bereits vor dem Amtsverzicht von Papst Benedikt XVI. über diesen überraschenden Schritt Bescheid gewußt. Damit, so die Behauptung, konnten er und die ihn unterstützende „Mafia von Sankt Gallen“ sich auf das Konklave vorbereiten und es dominieren.

Das Buch „The Dictator Pope“ erschien 2017, die italienische Ausgabe lautet „Il Papa dittatore“. Demnach musste konsequenterweise die deutsche Übersetzung den Titel tragen: „Der Diktatorpast“. Während die zuerst genannten Titel noch unter dem Pseudonym „Marcantonio Colonna“ erscheinen musste, konnte das druckfrische Buch in der deutschen Sprache auch den wirklichen Namen des Buchautors nennen: Henry Sire. Der Schriftsteller und Historiker Henry Sire, Mitglied des Malteser-Ritterordens, bevor man ihn nach seiner Enttarnung rauswarf, wurde 1949 in Barcelona in einer französisch-stämmigen Familie geboren wurde. Nach einem Studium an den besten Universitäten Englands wurde er Professor für moderne Geschichte.

Nach dem Erscheinen der Originalausgabe setze die entgeisterte Suche nach dem wahren Autor an. Ob sich die Vatikanische Diplomatie einschaltete kann nur vermutet werden. Als er enttarnt und sein Pseudonym aufgedeckt wurde, antwortete er auf die Frage, warum er das Buch geschrieben habe, er habe, da er in Rom lebte, die Kluft wahrgenommen, die zwischen dem Medien-Image des Papstes und der Realität liegt. Denn die Menschen im Vatikan kannten Franziskus ganz anders. Sire wollte, diese Menschen würden das dem Papst sagen, ebenso, was sie von ihm erwarteten. Natürlich wusste er auch, dass dies nicht geschehen werde. Ihm war es wichtig, die Menschen hinzuweisen und zu warnen. Bei einem künftigen Konklave solle nicht noch einmal derselbe Fehler gemacht werden, nämlich einen Kardinal zu wählen, den niemand kennt und der sich dann als ein ganz anderer herausstellt, als man erwartet hatte.

Beim Schreiben dieses Textes wurde der Rezensent auf eine Kritik des aktuellen Wim Wenders Films „Ein Mann seines Wortes“, ein Propagandafilm über Papst Franziskus, aufmerksam, den am 14. Juni 2018 Alexander Kissler im Magazin „Cicero“ veröffentlichte. Darin zerlegt er nicht nur den Regisseur Wenders, der eine einzige Lobeshymne auf Franziskus verfilmte, sondern er demontierte auch die vermeintliche Größe eines Papstes, der offenbar als Weltenretter in die Geschichte eingehen möchte. Als Resümee schreibt Kissler über den Film und Papst Franziskus sarkastisch: „Am Ende dieses Monologs für zwei Stimmen verabschiedet sich Bergoglio mit einem buddhistischen Gruß, und jemand singt ‚Nature gives us everything‘. Ein neues Kapitel der Offenbarung ist aufgeschlagen. Statt der Märtyrer lehren Braunbär, Berggorilla und Enzian den rechten Weg.“ Zwar ist Kisslers Essay keine Antwort auf den „Diktatorpast“, doch seine spitzen Analysen treffen den Kern.

Tatsächlich sind nicht das Buch und der Titel des Buches skandalös, vielmehr ist es die Tatsache, dass Papst Franziskus den Katholiken ständigen Anlass gibt, so über ihn zu denken. Und dieser Anlass besteht weiterhin, ja, er ist gerechtfertigt.

Als Beispiel hierfür sei eine in Deutschland weithin unbekannte neue Instruktionen angeführt, die den schönen Namen „Cor orans“ („Betendes Herz“) trägt und das Regelwerk zur praktischen Umsetzung der im Juni 2016 vom Papst veröffentlichten Apostolischen Konstitution „Vultum Dei quaerere“ beschreibt. Die jetzigen neuen Ausführungsbestimmung mit 289 Artikeln sind mit dem Tag ihrer Veröffentlichung am 15. Mai 2018 in Kraft getreten und geben den betroffenen Klöstern und Ordensfrauen gerade einmal ein Jahr (!) Zeit, sie umzusetzen. Vor allem aber werden Ordensfrauen kleiner und armer Klöster entmündigt. Wer vermag hier keine diktatorischen Tendenzen zu erkennen?

Kommen wir nach dieser Exkursion zurück zu Henry Sire’s Buch „Der Diktatorpapst“. Bereits die ersten Zeilen des Vorwortes sind aufsehenerregend und zeigen, wie unterschiedlich Papst Franziskus wahrgenommen wird:

Wenn Sie mit den Katholiken von Buenos Aires sprechen, dann wird man Ihnen von dem wunderbaren Wandel erzählen, den Jorge Mario Bergoglio durchgemacht habe. Ihr düster dreinblickender Erzbischof sei über Nacht zum lächelnden, fröhlichen Papst Franziskus geworden, einem Idol des Volkes, mit dem es sich vollen Herzens identifiziere. Sollten Sie sich dagegen mit irgendjemandem im Vatikan unterhalten, dann werden Sie von genau dem gegenteiligen Wunder hören. Sobald die öffentlichen Kameras ausgeschaltet sind, verwandle sich Papst Franziskus in eine ganz andere Gestalt: arrogant, geringschätzig zu den Menschen, verschwenderisch mit Schimpfwörtern und berüchtigt für seine wüsten Wutausbrüche, von denen jeder zu kosten bekommt, vom Kardinal bis hin zum Chauffeur.

Im ersten Kapitel geht es dann wiederum aufsehenerregend weiter, wenn über die „Sankt-Gallen-Mafia“ berichtet wird. Keinen geringeren Zeugen als den deutsche Autor und Vatikanexperten Paul Badde zieht „Marcantonio Colonna“ hier heran, als er aus dessen zuverlässigen Informationen zitiert, „wie drei Tage nach dem Begräbnis von Johannes Paul II. die Kardinäle Martini, Lehmann und Kasper aus Deutschland, Bačkis aus Litauen, van Luyn aus Holland, Danneels aus Brüssel und Murphy-O’Connor aus London ‚sich in der sogenannten Villa Nazareth in Rom trafen, dem Haus Kardinal Silvestrinis, der das Alter eines Stimmberechtigten überschritten hatte, um dort im Geheimen die Taktik zu besprechen, wie man die [sieben Jahre zuvor erfolgte] Wahl Joseph Ratzingers abwenden könne.‘

In sechs Kapiteln wird Jorge Bergoglio als Jesuitenpater, als Bischof wie als Papst beobachtet und von Zeugen beschrieben. Und immer wieder werden auch jene Fakten angesprochen, die ein guter und zum Gehorsam erzogener Katholik nicht allzu kritisch sieht und damit gerne übersieht. Denn gerade gläubige Katholiken, jene, die sich nicht dem deutschen Gremienkatholizismus zugehörig fühlen, erkennen immer deutlicher, dass sie der derzeitige Papst mehr und mehr in Besorgnis und Angst versetzt, manche fühlen sich gar verraten und wissen nicht mehr, was katholisch ist. Sie nehmen die entstandenen Verwirrungen ernst. Und sie wissen, dass sie nicht von Gott kommen, sondern ein Werk des ‚großen Verwirrers‘ ist, nämlich des Teufels.

Manche Informationen werden vor allem den eher traditionellen Katholiken bekannt sein. Es tut dem Buch aber keinen Abbruch. Jenen, die im katholischen und vatikanischen Tagesgeschäft nicht bewandert sind, werden bei der Lesung des Buches „Der Diktator-Papst“ die Augen aufgehen.

Offensichtlich hat sich in Deutschland keiner der großen Verlage getraut, das Buch von „Marcantonio Colonna“ herauszugeben. War es ihnen zu wenig Gewinnversprechend und wollten es sich nicht mit viel lukrativeren und Auflagenstarken Büchern mit den deutschen Kardinälen und Bischöfen verderben? Oder war ihnen sowohl der Titel als auch das Thema zu heiß? Umso dankbarer für die Erscheinung des Buches können die Leser dem kleinen und für kirchliche Themen eher unbekannten Verlag „RENOVAMEN“ sein.

Nicht dem „Diktatorpapst“, wohl aber dem Buch „Der Diktatorpast“ wünsche ich weite Verbreitung und viele Leser.

HIER das Buch bestellen!

Marcantonio Colonna / Henry Sire
Der Diktatorpapst
Ca. 260 Seiten; 16 Euro
Renomen Verlag 2018
ISBN 978-3956211348
https://renovamen-verlag.de/colonna-der-diktator-papst

 

 

 

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