Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz – 7. Oktober

Das Rosenkranzfest wurde von Papst Pius V. im Jahr 1573 gestiftet, der damit seinen Dank für den Sieg der christlichen Flotte in der Seeschlacht von Lepanto ausdrücken wollte. Es wurde am ersten Sonntag im Oktober begangen. 1716 nach dem Sieg der kaiserlichen Truppen, unter dem Kommando des Prinzen Eugen von Savoyen, über das osmanische Reich in der Schlacht von Peterwardein in Ungarn, nahm man das Fest in den Römischen Kalender auf. 1913 legte man es auf den 7. Oktober.

Aus dem Rundschreiben „SUPREMI APOSTOLATUS” von Papst Leo XIII.

„Dieses Gebet erwies auch im sechzehnten Jahrhundert seine Wirksamkeit und Kraft, als unermessliche Türkenscharen fast ganz Europa mit dem Joche des Aberglaubens und ihrer Barbarei bedrohten. Damals war es Papst Pius V., welcher die christlichen Fürsten aufrief zum Schutze in dieser gemeinsamen Gefahr und mit allem Eifer ganz besonders dahin wirkte, daß die Christenheit durch das Rosenkranzgebet die hochmächtige Gottesmutter anrufe, damit sie gnädig ihr sei und zu Hilfe komme. Hier harrten die Gläubigen nicht weit vom Corinthischen Meerbusen furchtlos auf den Feind, bereit, für Religion und Vaterland Blut und Leben zu opfern; dort versammelten sie sich unbewaffnet zu frommem Gebete, riefen zu Maria, grüßten wieder und wieder Maria im Rosenkranze, daß sie den Streitenden beistehe zum Siege. In gleicher Weise wurde im vorigen Jahrhundert einmal bei Temesvar in Ungarn, einmal bei der Insel Corfu ein glorreicher Sieg über die türkischen Truppen errungen und zwar an Marienfesten, nachdem ein frommes Rosenkranzgebet vorausgegangen war. Hierdurch bewogen, führte Unser Vorfahre Clemens XI. das Rosenkranzfest zum dankbaren Gedächtnis für die ganze Kirche ein. Sixtus IV. erklärte den Rosenkranz geeignet, Gott und die allerseligste Jungfrau zu ehren und der Welt bevorstehende Gefahren abzuwenden. Leo X. sagte, er sei eingeführt gegen die Stifter von Ketzereien und die schleichenden Ketzerein, und Julius III. nannte ihn einen Schmuck der römischen Kirche. Ebenso sagt darüber der hl. Pius V.: Durch Verbreitung dieser Gebetsweise würden die Gläubigen, von diesen Betrachtungen erwärmt, durch diese Gebete entflammt, plötzlich in andere Menschen umgewandelt, die Finsternisse der Ketzereien ließen nach und das katholische Glaubenslicht gehe auf.”

Rosenkranzkönigin, Kerzenkapelle Kevelaer.

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